Basel Faszinierende Einblicke in die Länder am Amazonas

Die Oberbadische
Der Film „The Last Forest“ im Stadtkino Basel am 14. November ist den Yanomami gewidmet. Das Bild zeigt einen Yanomami, der für ein Ritual zurecht gemacht wird. Foto: Victor Moryama

Von Dominique Spirgi

Basel. Das multidisziplinäre Festival Culturescapes legt seinen Fokus jeweils auf Länder und Regionen. Die Ausgabe 2021 bringt Theater, Tanz, Musik, Kunst und politischen Diskurs aus den lateinamerikanischen Amazonas-Staaten nach Basel und weitere Orte in der Schweiz.

Festival-Gründer und -Leiter Jurriaan Cooiman ist ein eifriger Reisender in Sachen Kultur und ein Netzwerker zwischen den Disziplinen. Sein Festival Culturescapes versteht sich als Schaufenster auf das kulturelle Schaffen von fernen Ländern und Regionen, aus dem sich schließlich auch ein Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Schweiz entwickeln kann und soll.

Bei der Eröffnungsproduktion „La Luna en el Amazonas“ von Mapa Teatro aus Bogota in Kolumbien ist dies in den Grundfesten bereits so: Das regieführende Duo heißt Heidi und Rolf Abderhalden. Die beiden sind einst aus dem Appenzell nach Kolumbien ausgewandert, um sich transdisziplinären Kulturprojekten zu widmen. Zu sehen sein wird die Produktion am 29. September in der Kaserne Basel.

Das Basler Kulturzentrum ist eines der aktivsten Zentren des Festivals. Es trägt unter der Label-Bezeichnung „Kaserne Globâle“ ein knappes Dutzend Theater-, Tanz- und Musikproduktionen zum Festival bei.

Koloniale Spaziergänge und Klavierkonzerte

Die Liste der mehr oder weniger eng eingebundenen Partnerinstitutionen ist lang sowie breit gefächert. Neben kolonialen beziehungsweise postkolonialen Rundgängen durch die Stadt Basel ist unter vielen anderen Aktionen auch ein Konzert des Sinfonieorchesters Basel mit der venezolanischen Pianistin Gabriela Montera auf dem Programm aufgeführt.

Die Liste reicht zudem geografisch weit über die Festivalzentren in Basel hinaus bis nach Schaffhausen, Bellinzona, Zürich oder nach Lausanne. So zeigen das Fotomuseum Winterthur und das Kunsthaus Baselland in Muttenz in einer Kooperation fotografische Arbeiten der in Neuenburg geborenen, aber in São Paulo lebenden Künstlerin Claudia Andujar.

Das Festival mit Produktionen unter anderem aus Brasilien, Kolumbien, Peru, Bolivien, Ecuador und der Schweiz gibt sich auch betont politisch. Als thematische Schwerpunkte führen die Festivalverantwortlichen entsprechend die Begriffe Wasser, Anthropozän, Gewalt & Frieden sowie Entkolonialisierung auf.

Das Festival Culturescapes präsentiert vom 29. September bis 1. Dezember in 13 Schweizer Städten über 130 Veranstaltungen und Ausstellungen.

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