Basel Flanieren oder schwimmen

Architekt Guido Hager, Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Projektleiter Tiefbau Urs Brunold, Landschaftsgestalter Clemens Kluska und Marc Brunkhorst (von links) machen eine Pause während des Rundgangs auf dem neuen Rheinuferweg. Foto: ind Foto: Die Oberbadische

Basel (ind). Der grenzüberschreitende Rheinuferweg von der Dreirosenbrücke in Basel bis zur Dreiländerbrücke in Hüningen und Weil am Rhein ist seit Samstag für die Öffentlichkeit zugänglich. Er präsentiert sich in Form einer über 600 Meter langen Promenade zwischen dem Rhein und dem Novartis Camp.

Die Gestaltung orientiert sich an der Strömung. Die zur Überbrückung des Höheunterschiedes notwendigen Mauern nehmen die geschwungene Bewegung auf und führen sie in den Wegbereich weiter. Wie selbstverständlich verweben sich die integrierten Treppen und Rampen mit den Mauern und schaffen so die Verbindung zwischen den einzelnen Ebenen. Vertikal angeordnete, gebrochene Kalksteinbänder verleihen dem Uferabschnitt eine natürliche, urbane Ausstrahlung. Die Promenade ist in zwei Wegeebenen gegliedert, einmal in den Hochwassersichereren, vier Meter breiten Promenadenweg mit gekiesten, ökologisch wertvollen Aufenthaltsnischen auf den Bäume und Sitzgelegenheiten angeordnet sind.

Guido Hager vom Architekturbüro Hager und Partner aus Zürich, dessen Konzeption nach dem Wettbewerb im Jahr 2008 Gefallen fand, erklärte bei einem Rundgang die Entwicklung der Planung. Beispielsweise sei man auf archeologische Funde aus der Keltenzeit gestoßen. Hier wurde eine Möglichkeit geschaffen, sozusagen durch ein Fernrohr in die Vergangenheit zu schauen. „Heute ist ein spezieller Tag“, sagte Hager.

In seiner Ansprache anlässlich der Eröffnung freute sich der Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements, dass mit dem Rheinuferweg die Bevölkerung einen neuen Zugang zum Rhein erhält. Insgesamt habe die Schweizer Seite für das Projekt etwa 27 Millionen Franken aufgebracht. Wessels dankte allen, die mit dazu beigetragen haben, dass dieses außergewöhnliche und beachtenswerte Projekt zustande kam. Auch Philippe Richert, President de la Region Alsace Champagne-Ardenne Lorraine, Madam Schmidiger, Vizepresidentin du Conseil departemental du Haut Rhin, Jean Mark Deichtmann, Maire de Huningue, Christoph Huber, 1. Bürgermeister von Weil am Rhein , sowie Monica Linder-Guarnaccia, Geschäftsleiterin IBA Basel 2020, zeigten sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Projekt.

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