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Basel Gemeinsam für mehr Schlagkraft

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Die GoD Basel ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Bundespolizei und des Schweizer Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit. Foto: Michael Werndorff/Michael Werndorff

Der Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg Sascha Binder und Landtagsabgeordneter Jonas Hoffmann machen sich ein Bild von der Arbeit der Gemeinsamen operativen Dienstgruppe am Badischen Bahnhof in Basel.

Im Dreiländereck kann auf Zusammenarbeit über Grenzen hinweg nicht verzichtet werden. Das gilt auch bei der Polizeiarbeit. Der Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg und innenpolitische Sprecher der SPD im Landtag, Sascha Binder, hat sich auf Einladung von Landespolitiker Jonas Hoffmann davon ein Bild gemacht. Gemeinsam waren sie zum Besuch bei der Gemeinsamen operativen Dienstgruppe (GoD) am Badischen Bahnhof in Basel, wie Hoffmann mitteilt.

Die GoD Basel ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Bundespolizei und des Schweizer Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit. Seit zehn Jahren arbeiten Mitarbeiter aus den beiden Ländern Hand in Hand – führen zusammen Kontrollen in Zügen und an Grenzübergängen durch und gehen gemeinsam auf Streife.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Direkter Austausch, sich ergänzende Informationen und ein gemeinsames Vorgehen. Eine Kombination, die laut Mitteilung Wirkung zeigt: Fahndungen und Kontrollen gestalten sich so effektiver. Regelmäßig gingen unerlaubt Einreisende, gesuchte Personen und Drogenkuriere ins Netz der Sicherheitskräfte. Ein Erfolgsmodell, schreibt Hoffmann.

Major Roger Zaugg, stellvertretender Chef der schweizerischen Zollregion Nord, beschreibt die Vorteile kurz mit: „Man kennt sich“, und meint damit kurze Kommunikationswege und enge Kontakte, die in der täglichen Arbeit Zeit und Nerven sparen.

Marc Wiese, Stabsbereichsleiter Einsatz in der Bundespolizeidirektion Stuttgart, lobt zudem die zwischenstaatlichen Abkommen, die Grundlage für die Kooperation sind, und stellt fest: „Die Zusammenarbeit mit der Schweiz funktioniert seit vielen Jahren sehr gut.“ Das bestätigt auch die Deutsch-Schweizer Teamführung der GoD vor Ort. Sie kann sich nach zehn Jahren der Zusammenarbeit auch vorstellen, dass die Kooperation ausgeweitet wird.

Ein Modell für andere Regionen ist die Dienstgruppe bereits. Der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, Florian Lohr, erklärt: „Unsere Gemeinsame operative Dienstgruppe ist zwar kein Unikum mehr, aber Blaupause für Gruppen in anderen Grenzregionen.“

Als innenpolitischer Experte der SPD in Baden-Württemberg zeigt sich Sascha Binder inspiriert: „Zusammenarbeit bringt mehr Schlagkraft. Gerade an unseren Grenzen schafft das mehr Sicherheit. Die Arbeit hier ist der erste Baustein, um Migrationsbewegungen an unseren Grenzen zu steuern.“ Jonas Hoffmann, Mitglied im Innenausschuss des Landtags von Baden-Württemberg, ergänzt: „Ein großes Dankeschön an die Polizeikräfte, die hier am Badischen Bahnhof, aber auch in unserer ganzen Region neue Wege gehen und täglich ihre wichtige Arbeit machen. Wenn auch in anderen Bereichen so gut zusammengearbeitet werden würde, wie es die GoD am Badischen Bahnhof macht, wären wir deutlich weiter.“

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