Basel Gesundheitswesen soll digital werden

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Eine datenbasierte Gesundheitswirtschaft ist laut Handelskammer beider Basel entscheidend für Unternehmen und Forschung. Foto: pixabay

Am 3. Life Sciences Cluster drehte sich alles um die Digitalisierung im Gesundheitssektor.

Bundespräsident Alain Berset gab hierzu Einblicke in die Pläne des Bundes. Im Zentrum des Forums stand die Frage, wie schnell ein nachhaltiges, digitales Gesundheitswesen entstehen kann. Die Antwort: Die Zusammenarbeit von Krankenhäusern, Behörden, Kantonen, Bund und Life Sciences-Unternehmen sei der Schlüssel zum Erfolg, wie die HKBB informiert

Vernetzung der Akteure

„Die Digitalisierung des schweizerischen Gesundheitswesens steht an einem Wendepunkt“, betonte Elisabeth Schneider-Schneiter, Präsidentin Handelskammer beider Basel, eingangs.

„Klar ist, die Digitalisierung im Gesundheitssektor steht und fällt mit der Vernetzung und der Zusammenarbeit aller Akteure. Die Handelskammer beider Basel setzt sich mit ihrem Life Sciences Cluster Basel engagiert dafür ein, dass sich eine datenbasierte Gesundheitswirtschaft entwickeln kann. Dies ist für Unternehmen und die Forschung in unserer Region entscheidend, um weiterhin weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Während die Qualität des schweizerischen Gesundheitssystems auch im internationalen Vergleich hoch sei, so gebe es bei der Digitalisierung einige Defizite. Beispielsweise mangele es an einer konsistenten Strategie für den vielseitigen Einsatz einmal erfasster Patientendaten.

Bundespräsident Alain Berset betonte in seiner Rede die große Bedeutung der Life Sciences für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz, insbesondere des Pharma-Clusters Basel. Entscheidend für den künftigen Erfolg sei die gute Koordination der Digitalisierungsbemühungen. „Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, die allen Akteuren im Gesundheitswesen die nötige Sicherheit für ihre Investitionen in die Digitalisierung geben“, sagte der Schweizer Bundespräsident.

Innovativstes Land

Ann Aerts, Leiterin der Novartis Foundation, plädierte in ihrer Rede über künstliche Intelligenz und digitale Technologien für eine bessere und breitere Nutzung von Gesundheitsdaten und zeigte die zukünftigen Vorteile für Forschung und Patientenversorgung auf. Zugleich veranschaulichte sie, wie Daten bereits heute effektiv genutzt werden können. „Die Schweiz wurde in den vergangenen Jahren mehrfach als innovativstes Land der Welt benannt – und das völlig zurecht“, sagte Aerts weiter. Ihre Innovationen in den Life Sciences sowie im Bereich von Health Tech habe die Lebenserwartung deutlich erhöht und die Gesundheitsversorgung revolutioniert. Und weiter: „Nun brauchen wir jedoch eine weitere Welle der Innovation, die auf künstlicher Intelligenz, digitalen Technologien sowie Datenanalysen beruht, um unsere derzeit reaktiven Gesundheitssysteme in Zukunft prädiktiv und proaktiv zu gestalten. Nur so können wir eine Population in großem Maß gesund halten und unsere Wirtschaft langfristig entlasten.“

HKBB-Direktor Martin Dätwyler machte deutlich, dass man mit den beiden Standesinitiativen aus den beiden Basel dazu beigetragen habe, dass die Arbeiten zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens weitergeführt und beschleunigt würden.

Ruf nach Zusammenarbeit

„Die Herausforderungen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen können wir nur meistern, in dem wir sektorübergreifend zusammenarbeiten“, machte der HKBB-Direktor deutlich.

„Die Schweiz nutzt das Wissen, das in Daten schlummert, kaum. Deshalb setzen wir uns – auch im Rahmen des Life Science Cluster Basel – seit einigen Jahren mit Nachdruck für ein Gesundheitsdatenökoystem ein. Mit dem geforderten Rahmengesetz soll ein klarer rechtlicher Rahmen vorgegeben werden. Konkret soll dieser regeln, wie in der Schweiz anfallende Daten genutzt werden und wie verschiedene Akteure Zugang erhalten können“, sagte René Buholzer, Chef der Interpharma.

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