Basel Jazzbeben in Basel erleben

Foto: zVg/Em Bebbi sy Jazz Foto: Die Oberbadische

Mit mehr als 800 Musikern startet das Basler Jazzfest am kommenden Freitag in die 36. Runde. 84 überwiegend regionale Formationen, darunter elf Straßenbands und drei Chöre, sollen die Innenstadt zum Beben bringen und die Besucher mit dem Fokusthema Tanz zum „Mitswingen“ animieren.

Von Denis Bozbag

Basel. Altbekannt und doch immer mit neuen Ideen: So präsentiert sich das beliebte Festival „Em Bebbi sy Jazz“ seit dem Jahr 1984 im Herzen der Basler Innenstadt jeweils am ersten Freitag nach den Schulsommerferien. Von 18 bis 1 Uhr zeigen mehr als 800 Musiker aus der Region dem Publikum die ganze Vielfalt des Jazz an 32 Spielorten sowie auf den Straßen zwischen Markt-, Barfüßerplatz und Spalenberg.

„Vom klassischen Dixie über den Blues zu Latin oder Jazz-Manouche werden alle Stilrichtungen der Jazz-Musik am Festival gespielt“, verriet Präsident Peter Eichenberger während der gestrigen Pressekonferenz. Auch in diesem Jahr erhalte „Em Bebbi sy Jazz“ wieder ein Fokusthema. „Wir wollen am Freitag auch den Tanz zelebrieren.“

Auf dem Marktplatz wird sich die große Tanzbühne befinden, die durch drei Big Bands bespielt wird. Das „The Cotton Club Swing Orchester“ soll das Publikum laut musikalischem Festivalleiter, Eduard Löw, auf eine Zeitreise in die Ballsäle der „roaring“ 1920er- und 30er-Jahre mitnehmen. „Die Georgy’s Big Band präsentiert geschickt arrangierte Musik von Glenn Miller über Benny Goodman bis hin zu zeitgenössischem Jazz und Funkarrangements“, verdeutlichte Löw die Bandbreite. Zudem wird die über Basel hinaus bekannte Pat’s Big Band ihr 40-Jahre-Jubiläumsprogramm mit tanzbarer Musik von Standard- über Latin-Tänzen, Walzer, Tango oder Cha Cha Cha aufführen.

Für den Spielort „Storchenterrasse“ konnten zwei Nachwuchsbands verpflichtet werden. Das Basler Quartett „Brainchild“ mit einem eigene Singer-Songwriter-Stil sowie der Reggae World Dub Musiker, Elijah Salomon, der mit der Einfachheit seiner Lieder den Zuhörer zu berühren vermag.

Publikum zum Tanzen auffordern

Unter dem Motto „Wir spielen zum Tanz auf!“ sollen die Besucher animiniert werden, auf den Plätzen und Straßen der Altstadt zu den Rhythmen der Musik „mitzuswingen“. So kann es laut Veranstalter durchaus passieren, dass man von einem „Taxidancer“ (Eintänzer) angesprochen und zum Tanz aufgefordert wird.

Doch nicht nur mit den sich jährlich ändernden Fokusthemen will das Jazzfestival innovativ und zeitgemäß bleiben, auch der visuelle Auftritt hat sich gewandelt: „Wir haben für die 36. Auflage ein modernes Logo kreiert, sind verstärkt auf den sozialen Kanälen aktiv und haben einen komplett neuen Internetauftritt mit einem interaktiven Festarealplan. So kann jeder mit ein paar Clicks einen umfassenden Überblick über das Programm, die verschiedenen Bühnen und Formationen erhalten“, erklärte Geschäftsführer und Koordinator Michael Santeler.

Zudem hob er hervor, dass es den vielen Sponsoren, Unterstützern und ehrenamtlichen Helfern zu verdanken sei, dass ein musikalischer Anlass in solcher Größenordnung kostenlos für die Bevolkerung angeboten werden könne.

Großer logistischer Aufwand

Auch der logistische Aufwand ist laut Santeler jedes Jahr enorm. An je eineinhalb Tagen werden mit 16,5 Tonnen Material insgesamt 561 Quadratmeter Bühnenfläche auf- und abgebaut sowie 6,5 Tonnen Elektrik und Technik verbaut und mit 11,7 Kilometer langen Kabeln angeschlossen.

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