Basel Neues Forschungsinstitut für Augenleiden entsteht

Basel (sda). Erblindeten Menschen die Sehkraft zurückgeben: Das ist das Ziel eines neuen Forschungsinstituts für Augenkrankheiten, das im kommenden Jahr in Basel seinen Betrieb aufnimmt. Gefördert wird es in den kommenden zehn Jahren mit 200 Millionen Franken. Die Hälfte davon kommt von Novartis.

Gründer des Instituts für molekulare und klinische Ophthalmologie Basel (IOB) sind Novartis, das Universitätsspital Basel und die Universität Basel. Novartis stellt für das IOB für die kommenden zehn Jahre insgesamt bis zu 100 Millionen Franken zur Verfügung. Für die andere Hälfte kommen die beiden anderen Gründungspartner sowie der Kanton Basel-Stadt auf.

Im IOB als einem der weltweit ersten Institute seiner Art sollen Grundlagenforscher und Ärzte Hand in Hand das bisher ungenügende Verständnis von Augenkrankheiten verbessern und neue Therapien entwickeln. Laut Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt kann sich Basel mit dem neuen Institut als globales Zentrum für Augenheilkunde positionieren.

Seine operative Tätigkeit wird das hoch spezialisierte Institut bereits Anfang kommenden Jahres aufnehmen. Geleitet wird es von zwei Wissenschaftlern, die bereits in Basel tätig sind: Botond Roska forscht derzeit am Friedrich-Miescher-Institut, und Hendrik Scholl leitet die Augenheilkunde an der Universität Basel und die Augenklinik des Universitätsspitals. Nach Abschluss der Aufbauphase sollen am IOB rund 140 Wissenschaftler tätig sein. Das bedeutet, dass in den kommenden fünf bis sechs Jahren mehr als hundert neue Stellen entstehen. Angelockt werden sollen die erfolgreichsten Forscher und die besten Nachwuchskräfte aus der ganzen Welt, wie die Uni-Rektorin sagte.

Noch offen ist nach Angaben von Unispital-Direktor Werner Kübler der definitive Standort des neuen Instituts. Begonnen wird mit zwei verschiedenen Standorten. Danach soll das IOB für eine längere Übergangszeit in der alten Augenklinik untergebracht werden.

Bisher sei die Bedeutung von Augenkrankheiten unterschätzt worden, hieß es gestern an der Medienkonferenz.

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