Basel Revue mit Schmiss und Groove

Foto: Michael Werndorff Foto: Die Oberbadische

Basel - Eine Weihnachtsparty mit Santa: Geht es nach den Machern des „Basel Tattoo“ um Erik Julliard, ist das ein so unterhaltsamer wie stimmungsvoller Mix aus Dudelsack- und Trommelklängen im Weihnachtsgewand, aus Tanz- und Akrobatikeinlagen und jeder Menge Herzig-Momenten mit zipfelmützigen Weihnachtswichteln und tapsigen Bernhardinerwelpen.

In eben diesem Fahrwasser ging am Wochenende in fünf Vorstellungen das dritte Basler Christmas-Tattoo über die Bühne der Basler St. Jakobshalle, die sich mit schneebestäubten Tannenbäumen, Festungs-Kulisse und stimmungsvollen Lichteffekten in eine Winterlandschaft verwandelt hatte.

Das Publikum zeigte sich begeistert – ebenso natürlich wie „Santa“ selbst: Der verfolgte die Weihnachtsrevue vom Ehrenplatz in der ersten Reihe aus – und bewies in diesem modernen Basler Wintermärchen gleich zu Beginn Sinn für den stilvollen Auftritt: Fährt er andernorts im Rentierschlitten auf, so wählte Santa fürs die Anreise auf die Bühne des Christmas-Tattoo die Nobellimousine aus dem Hause Bentley.

Urtümliche Klänge und viele Herzig-Momente

Im Mittelpunkt der zweistündigen Show stand die Musik, und die erhielt in dieser Tattoo-Version einer Weihnachtsrevue eben ihren ganz speziellen Einschlag. Sicher: Das Weihnachtsliedermedley mit volltönenden Solo-Stimmen (Will Martin/Neuseeland, Deirdre Brennan/USA und Corinne Gfeller/Schweiz), mit erhebendem Ensemblegesang eines 100-köpfigen Chors und saitenstreichenden Orchester-Arrangements durfte da nicht fehlen.

Das besondere Etwas aber brachten die speziellen Zutaten jenseits des klassischen Vortrags: Die swingenden Grooves, die das Christoph Walter Orchestra dem „O Tannenbaum“ beigab, die Gugge-Rhythmen, die die „Nachtfalter“ aus Pratteln in ihrem Auftritt einem „Felice Navidad“ untermischten, oder die mystische Stimmung, die der „Sollentuna Gosskör“ aus Schweden mit Gesang und Kerzenschein in die Halle trug.

Besonders eindrücklich und als charakteristisches Tattoo-Element natürlich auch in der Weihnachtsversion ein Muss waren die Massed Pipes and Drums, zu denen sich mehrere Formationen aus Schottland vereinten: Unter der urtümlichen Klanggewalt von Dudelsäcken und Trommeln und in Kombination mit den strengen Choreografien wurden auch oft gehörte Klassiker wie Leonard Cohens „Halleluja“ oder John Lennons „Happy Xmass (War is over)“ zum faszinierend neuen Klangerlebnis. Mit der „Band of Her Majesty’s Royal Marines“ waren Botschafter der britischen Militärmusik als weiteres klassisches Tattoo-Element vertreten; der Musikverein Bubendorf hielt dem gegenüber kaum weniger eindrücklich die Schweizer Fahnen hoch.

Heiße Öfen und schicke Oldtimer

Für atemberaubende Momente sorgten die Akrobatik-Einlagen der Trampolinspringer aus Möriken-Wildegg, der Kunstradfahrer Yannick Martens und Nicole Frybortova, für tänzerische Elemente jenseits der Militärchoreografien waren unter anderem die „Tattoo Dance Company“ aus England und die Schweizer „VoiceSteps Musical Schule“ zuständig.

Und wo mit dem Feldschlösschen-Sechsspänner zu Beginn der Show ein großer Hauch Nostalgie durch die Weihnachtsmanege trabte, tollte später eine vielpfotige Bernhardiner-Familie durchs Geschehen und sorgte für putzige Herzig-Momente. PS-Stärke der ganz anderen Art wiederum zelebrierte ein Korso aus edlen Oldtimern, und später dann der buchstäblich funkelnde Auftritt der Harley-Davidson-Crew „Niggi Näggi“ aus Basel.

Zum großen Finale schließlich vereinten sich die Showakteure mit dem Publikum im ausgedehnten Weihnachtsliedermedley zum Gemeinschaftschor und setzten dem Event einen klangvoll-besinnlichen Schlussakkord.

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