Basel Schiffsunfall: Sorge um Rhein-Schwimmer

Basel/Weil am Rhein - Das Containerschiff „Camaro VI“ hat am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr für einen Großeinsatz auf dem Rhein in Basel gesorgt. Die Rettungskräfte befürchteten, dass das manövriereingeschränkte Schiff Schwimmer überfahren hat. Bis zu 100 Kräfte aus der Schweiz, 80 Kräfte von deutscher Seite und auch französische Helfer machten sich auf die Suche. Letztlich konnte Entwarnung gegeben werden: Weder Befragungen von Passanten in Basel noch die Suche mit bis zu einem Dutzend Rettungsbooten erhärteten den Verdacht.

Oberhalb der Mittleren Brücke war das Frachtschiff manövriereingeschränkt, wobei es hier mit der Brücke kollidiert sein soll. Danach kam es offenbar vom Kurs ab und krachte gegen einen Brückenpfeiler der Johanniterbrücke, wie ein gestern Abend im Internet kursierendes Video zeigte. Letztlich gelang es der Basler Berufsfeuerwehr, mit einem großen Löschschiff, das verunglückte Schiff an das Ufer zu drücken, wie der Weiler Wehrkommandant Frank Sommerhalter auf der Dreiländerbrücke im Gespräch berichtete. Es wurde unterhalb der Dreirosenbrücke vertäut. Das flussabwärts fahrende Frachtschiff hatte Container an Bord, war allerdings nicht voll beladen, wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schilderte.

Gleichzeitig atmete Sommerhalter gemeinsam mit Kreisbrandmeister Christoph Glaisner und Notarzt Hans-Peter Volkmer auf, dass die Befürchtungen nicht zutrafen und Menschen bei dem Unfall nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden kamen. Der trinationale Einsatz sei erfolgreich abgelaufen, blickten die Weiler Verantwortlichen auf ein Großaufgebot. Allein in Weil standen neben der Feuerwehr auch das DLRG, THW und das Landratsamt im Einsatz.

Das Schiff habe zunächst mit dem Bug einen Pfeiler der Mittleren Brücke berührt, sei dann aber unter der Brücke durchgefahren, schilderte der Augenzeuge gegenüber der Nachrichtenagentur. Danach soll das Schiff mit dem Heck einen Pfeiler der Johanniterbrücke touchiert haben. Am Kleinbasler Rheinufer habe das nahe am Ufer fahrende Schiff die dortigen Schwimmer erschreckt. Und genau um diese Menschen sorgten sich die zahlreichen Helfer, die am Abend alarmiert wurden.

Auf und an der Dreiländerbrücke sorgte der Rettungseinsatz für viele Schaulustige. Gegen 19.15 Uhr gab es dann aber Entwarnung, sodass die Helfer den Rettungseinsatz in Weil am Rhein beenden konnten.

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