Basel „Verbotene Stadt“ öffnet sich

Der Basler Pharmariese Novartis will mit einem Pavillon einen Ort der Begegnung schaffen. Foto: /Visualisierung: zVg

Basel - Der Basler Pharmakonzern Novartis will sich weiter öffnen: Ab kommendem Jahr soll der Campus mit seinen Bauwerken berühmter Architekten auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein.

Wie Novartis am Mittwoch mitteilte, ist die Öffnung für Herbst 2022 terminiert. Besucht werden könne das Firmenareal jeweils während der regulären Arbeitszeit. Der Zaun um den Campus bleibe indessen trotz der Öffnung aus Sicherheitsgründen bestehen, hieß es bei Novartis auf Anfrage.

Geplant ist, dass für die Öffentlichkeit jeweils einige Tore geöffnet werden. Eine Registrierung werde für den Besuch des Campus nicht nötig sein, hieß es weiter. Hingegen werde für alle Gebäude auf dem Areal ein Badgesystem eingeführt, um den Zugang besser kontrollieren zu können als bisher. Einzelne technische Bereich würden zudem mit Zäunen abgetrennt.

Einladung zum Dialog

Als Zeichen der Öffnung realisiert Novartis auf dem Campus derzeit auch ein neues Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude. Eröffnet werden soll der vom italienischen Designer und Architekten Michele De Lucchi entworfene Neubau im kommenden Herbst im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums des aus dem Zusammenschluss von Ciba und Sandoz entstandenen Konzerns.

Der Novartis Pavillon wird ein öffentlich zugänglicher Ort der Begegnung und des Austausches sein: „Indem wir die Öffentlichkeit zum Dialog in den Novartis Pavillon einladen, stärken wir unser Engagement und die Interaktion mit der Gesellschaft als Ganzes und insbesondere auch mit der lokalen Gemeinschaft. Wir möchten Transparenz herstellen, den Austausch fördern und gemeinsam voneinander lernen,“ betont Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt. Dass die Eröffnung des neuen Novartis Pavillon in das Jahr des 25-jährigen Jubiläums des Unternehmens fällt, habe einen Grund, teilt das Unternehmen mit.

Wunder der Medizin

Obwohl erst ein Vierteljahrhundert jung, stünden Novartis und seine Vorgängerfirmen für 250 Jahre Innovation und eine stetige Weiterentwicklung.

Die Ausstellung „Wonders of Medicine“, die in dem neuen Gebäude ab Ende dieses Jahres besucht werden kann, will interaktiv Informationen zu Themen wie Leben, Krankheit und innovative Fortschritte in der Medizin sowie im Gesundheitswesen vermitteln. Sie macht den Novartis Pavillon zu einem Ort des Lernens, der Inspiration und des Dialogs.

Als wissenschaftsbasiertes Pharmaunternehmen will Novartis mit der Ausstellung die breite Öffentlichkeit zum Austausch über Themen, wie die wachsenden Herausforderungen und Chancen im Gesundheitswesen, einladen.

Der Novartis Campus galt lange als „verbotene Stadt“. 2019 hatte der Konzern jedoch eine Öffnung des eingezäunten Areals angekündigt. In einem ersten Schritt können sich schon ab diesem Jahr Firmen aus den Bereichen Life Science und Digital auf dem Campus ansiedeln.

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