Basel Vitamine bleiben erhalten

Das USB stellt als erstes Krankenhaus der Schweiz die Patientenverpflegung auf MicroPast-Methode um. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Basel (sda). Im Universitätsspital Basel (USB) werden Mahlzeiten künftig zentral gekocht, luftdicht verpackt und später direkt auf den einzelnen Bettenstationen aufbereitet. Als erstes Krankenhaus der Schweiz stellt das USB dabei die Patientenverpflegung auf die MicroPast-Methode um.

Mit dem neuen Konzept wolle sich das USB von fixen Essenszeiten und Vorbestellungen des Essens 24 Stunden im Voraus verabschieden, sagte USB-Hotellerieleiter Manfred Roth gestern vor den Medien. Patienten sollen künftig jederzeit aus einer Karte mit 23 Menüs und Einzelkomponenten auswählen können.

Grund für die Umstellung sind laut Roth immer höhere Erwartungen der Patienten an die Verpflegung sowie eine starke Veränderung der Behandlungsprozesse. Operationen würden heute nicht mehr „nach Stundenplan“ durchgeführt. Anlass zur Umstellung sei zudem die bevorstehende altersbedingte Sanierung der Großküche des Spitals.

Gekocht werden die Gerichte auch künftig zentral in der Großküche. Anschließend werden sie jedoch neu pasteurisiert, mit Schutzgas luftdicht in kleine Schalen verpackt und gekühlt gelagert. Mit der MicroPast-Methode gehen laut USB Nährstoffe und Vitamine nicht verloren. Auch Geschmack, Struktur und Qualität der Produkte blieben erhalten.

26 Millionen Franken investiert das USB insgesamt in die Umstellung. Nebst der Sanierung der Großküche und der Technik werden die heutigen „Teeküchen“ auf den Stationen in 22 „Stationsoffices“ umgerüstet. Dort werden die Menüs gelagert und dezentral aufbereitet. Ebenfalls auf den Stationen wird künftig das Geschirr gewaschen, was lange Transportwege vermeiden soll.

Günstiger werden soll für das USB der laufende Betrieb in der Gastronomie. Gearbeitet werde in der Großküche künftig noch an fünf statt sieben Tagen. Die gelagerten Esswaren sind laut Roth bis zu vier Wochen haltbar. Ziel sei es indes, sie in zehn bis 14 Tagen zu verbrauchen. Zudem erwartet das USB weniger Nahrungsmittel-Abfall.

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