Regio (sda). Bei der Vernehmlassung zur Etappe 2 des Sachplans über geologische Tiefenlager für Atomabfälle sind beim Bundesamt für Energie (BFE) 1200 Stellungnahmen eingegangen. Jetzt beginnt die Auswertung.

Gegenstand der Vernehmlassung war der Entwurf eines Berichts. Darin werden die drei Standortgebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost als weiter zu untersuchende Gebiete in Etappe 3 festgelegt. Die Vernehmlassung dauerte drei Monate. Stellungnahmen wurden von Gemeinden, Kantonen, Vereinen, politischen Parteien, von Nachbarländern sowie von Privatpersonen eingereicht. Die Auswertung werde zeigen, wie sie die Ergebnisse aus Etappe 2 beurteilen, wo sie einverstanden sind und wo nicht, teilte das BFE gestern mit.

Die Stellungnahmen können in Kürze auf der Webseite der Bundeskanzlei eingesehen werden. Nach der Auswertung werden sie in einem Bericht zusammengefasst. Dieser bildet die Grundlagen für eventuelle Anpassungen am Ergebnisbericht und für den Bundesratsentscheid zur Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager. Die Entscheidung ist bis zum Jahresende zu erwarten. Danach folgt die dritte und letzte Etappe des Sachplans, in der die Standorte für geologische Tiefenlager festgesetzt werden.