Binzen Bürgermeister lobt Zusammenhalt

Beatrice Ehrlich

Den Neujahrsempfang zusammen mit Landrätin Marion Dammann hätte Binzens Bürgermeister Andreas Schneucker gern in Präsenz durchgeführt. Die neue Corona-Variante machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Von Beatrice Ehrlich

Binzen. Wie bereits im vergangenen Jahr können die Binzener sich die Neujahrswünsche von ihrem Gemeindeoberhaupt nun online ansehen, auf der Homepage der Gemeinde www.binzen.de.

„Mut machte auch im vergangenen Jahr die Erfahrung, dass gerade die kommunale Ebene sich wieder einmal als handlungsfähig erwiesen hat“, stellt Schneucker dort fest, und nennt als erstes die Bemühungen der Gemeinde und des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal, Impfmöglichkeiten zu organisieren und so die Impfquote zu erhöhen. Bei neun Terminen in der Gemeindehalle Binzen konnten insgesamt 4000 Menschen geimpft werden, berichtet er stolz.

Insgesamt sei man in Deutschland, aber auch in Binzen, gut durch das Jahr 2021 gekommen. Dies sei vor allem jenen Menschen zu verdanken, die im Gesundheitswesen, in der Altenpflege oder bei den Diensten mit Sicherheits-Aufgaben, wie zum Beispiel der Feuerwehr, der Polizei, der Bundeswehr dem Rettungsdienst oder dem Roten Kreuz Dienst tun, hebt er anerkennend hervor.

Notbetreuung und Online-Terminvergabe

Ganz konkret vor Ort seien Gemeinde und Verwaltungsverband durch die Einrichtung eines „Krisenstabs“ aktiv geworden. Dieser kümmerte sich um die Information und Beratung der Bevölkerung, der Gewerbebetriebe und der Vereine und um die Anordnung häuslicher Quarantäne. Ebenfalls sichergestellt werden mussten die Notbetreuung in Zusammenarbeit mit den Kindergärten und der Schule, darüber hinaus musste der Dienstbetrieb im Rathaus, in der Schule und beim Werkhof sichergestellt und die Online-Terminvereinbarung im Rathaus organisiert werden.

In seiner Rede ruft Schneucker den nur wenige Minuten dauernden Starkregen im Juli in Erinnerung. Hier habe sich der Verwaltungsverband, der im Übrigen im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen gefeiert habe, ein weiteres Mal bewährt, freut er sich. Sowohl der Werkhof des Verbands als auch das Hauptamt hätten neben den gemeindeeigenen Feuerwehren mitgeholfen, die Schäden zu beseitigen. Auch die Feuerwehren anderer Gemeinden seien sehr schnell zur Stelle gewesen.

Großer Zusammenhalt nach Starkregen

Besonders hebt Schneucker an dieser Stelle den tatkräftigen Einsatz vieler Einwohner unmittelbar nach dem Starkregenereignis hervor. „Binzen hat zusammengehalten und darauf können wir alle stolz sein“, freut sich der Bürgermeister im Rückblick.

Ereignisse, die ihm neben anderem eine Erwähnung wert sind, sind auch die Eröffnung des Cafés „Lotta“, die Neugestaltung der Info-Theke im Rathaus, die Aufstellung des Bücherschranks und die Schaffung von zwei E-Bike-Ladestellen am Rathaus.

Neben dem Erreichten erwähnt Schneucker in seiner Rede aber auch die vielen kulturellen und sozialen Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnten und die er schmerzlich vermisse: die Fasnacht, den Frühlingsmarkt, den traditionellen Weihnachtsmarkt, den Engeli-Märt, das Dorffest, die Konzerte von „Klassik bewegt“ im Gewerbegebiet, die Epiphaniaskonzerte, das „Theater uf d‘r Gass“, die Fensteröffnung in der Adventszeit, den literarischen Abend, die „Tour de Hieber“, Angebote für Senioren und die Jahresfeiern des Turn- und Sportvereins, des Musikvereins, des Turnerbundes, des Frauenchors und des Gesangvereins. Dies seien für ihn weitere Beweise für das intensive Engagement der Bürger. Seine Rede schließt er mit einem Zitat des Bergsteigers Hans Kammerlander, das man auch auf die Corona-Pandemie beziehen kann: „Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist. Denn vorher gehörst du ihm.“

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