Binzen Hochwasser kamen Gemeinde teuer zu stehen

Schäden nach einem Starkregen auf dem Radweg bei der Autobahn in Binzen. Foto: Alexandra Günzschel

Binzen - Nach dem Vortrag von Stefan Schweigler über die Pläne der Landbewirtschafter in Binzen gab es viel Zustimmung und Verständnis von Seiten der Verwaltung und des Gemeinderats.

Bürgermeister Andreas Schneucker ergänzte den Vortrag durch einige Bilder, die verbleichte Schilder oder kaum mehr zu erkennende Hinweistafeln zeigten. Zum Thema Rücksichtslosigkeit und Vandalismus zeigte er die neusten Graffiti-Schmiererein in der Hinkelsteinhütte. Die Gemeinde will die Landwirte nun mit mehr „Durchfahrt verboten“-Schildern unterstützen mit dem Zusatz „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“. Auch Kontrollen sollen eine Zeit lang verstärkt durchgeführt werden.

Binzen kam im vergangenen Jahr verglichen mit Nachbargemeinden noch glimpflich weg. Dennoch mussten auch hier allein auf gemeindeeigenem Grund 16 000 Euro für Hochwasserschäden aufgewendet werden, wie Schneucker mit einer Liste der betroffenen Orte verdeutlichte. Hinzu kommen die Schäden der Landwirte und Privatleute. Aktionen wie die Böschungspflege, die am heutigen Samstag wieder durchgeführt wird, werden allein schon deshalb als sinnvoll erachtet.

Weitere Anregungen und Anmerkungen kamen aus dem Ratsrund. Ina Koska war sich nicht sicher, ob Schilder auch ausreichend beachtet würden und schlug stattdessen Sperrflächen auf der Straße vor.

Oliver Baumert sah in der Schaffung einer „Marke Binzen“ den Schlüssel, um in der Bevölkerung mehr Bewusstsein für die Probleme zu schaffen. Und Sigurd Hagen hielt Gemeinschaftsaktionen für einen guten Weg.

Frank Krumm wollte die Verbraucher besser aufklären, während Diana Duhalt-Nestlé zumindest der jungen Generation wieder mehr Respekt vermitteln wollte. „Hoffeste finde ich toll, über Feste kann man etwas erreichen“, sagte sie außerdem.

Jutta Städtler hoffte, dass die Initiative auch Strahlkraft über Binzen hinaus entwickelt, während es Gerhard Aenis wichtig fand, dass alle, auch die Gemeinde, an einem Strang ziehen. „Dann lässt sich auch was bewegen.“

Wegen der Verkehrsprobleme sprach sich Walter Huber für eine Sensibilisierung der Bevölkerung sowie deutlich gekennzeichnetere Parkplätze aus.

Die Anliegen der Landbewirtschafter sollen jetzt in diesem Sinne, auch finanziell, unterstützt werden

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