Binzen Mehr Busse und bessere Radwege

Um die Hauptstraße zu entlasten, setzen die Umfrageteilnehmer vor allem auf alternative Verkehrsmittel. Foto: zVg

Binzen - Mehr als 500 Einwohner aus Binzen haben sich im Sommer an einer umfangreichen Online-Umfrage beteiligt. Dabei zeigte sich eine insgesamt hohe Zufriedenheit der Teilnehmer mit ihrem Wohnort – außer beim Thema Verkehr. Die Verkehrsbelastung entlang der Hauptstraße fällt dabei besonders ins Gewicht.

15 Fragen wurden den Teilnehmern zu Aspekten rund um den Verkehr gestellt, wobei sich ein Themenkomplex dem potenziellen Interesse der Einwohner an einem Car-Sharing-Angebot widmet.

Die Hauptstraße

Zunächst wurde danach gefragt, wie man der Verkehrsbelastung auf der Hauptstraße begegnen könnte (siehe auch Grafik). Von den acht Antwortvorgaben wurde der Ausbau von Radwegen als Gegenmaßnahme am häufigsten genannt (65 %), gefolgt von der geplanten Einrichtung einer Tempo 30-Zone (58,5 %) und dem Ausbau der Kandertalbahn (58 %).

Das Erschweren der Durchfahrt durch bauliche Maßnahmen fand dagegen nur wenig Anklang bei den Befragten (22 %). Verwunderlich ist das nicht, denn die Gegebenheiten für den Verkehr sind auf der Hauptstraße ohnehin schon relativ beengt. Fahrradfahrer weichen deshalb häufig auf die Gehwege aus.

Der ÖPNV

„Was braucht es, damit der ÖPNV für Sie attraktiver wird?“, wurden die Teilnehmer dann gefragt. Die meisten wünschten sich einen dichteren Takt der Buslinien sowie eine ÖPNV-Versorgung auch zu den Randzeiten. Mehr Bushaltestellen würden für die meisten Befragten dagegen keinen Unterschied machen. Günstigere Preise, eine bessere Linienführung sowie die Möglichkeit einer Fahrradmitnahme im Bus landeten als Kriterien für mehr Attraktivität bei der Bewertung jeweils im Mittelfeld.

Mit 64 Prozent sprach sich eine Mehrheit der Binzener für eine Reaktivierung der Kandertalbahn als S-Bahn-Strecke aus. 19,5 Prozent der Befragten waren dagegen. Knapp zehn Prozent hatten dazu keine feste Meinung, und 6,7 Prozent würden andere Lösungen bevorzugen, um den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.

Die Radwege

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten wünscht sich einen Ausbau der Radwege und der Radinfrastruktur, wie eine entsprechende Nachfrage gezeigt hat. Zu diesem Thema gab es auch viele konkrete Vorschläge, was noch verbessert werden könnte. Unter anderem wurden hier die Kennzeichnung sowie die Beleuchtung der Radwege genannt. Gut 74 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, bei einer Verbesserung der Infrastruktur auch mehr Radfahren zu wollen.

Car-Sharing

Lohnt sich die Einführung eines Car-Sharing-Angebots für Binzen? Vier konkrete Nachfragen im Rahmen der Online-Umfrage sollten hier Klarheit bringen. 188 Personen, 38,5 Prozent der Befragten, zeigten sich grundsätzlich aufgeschlossen, sie könnten sich die Nutzung eines solchen Angebots vorstellen. Knapp 32 Prozent gaben an, dass Car-Sharing für sie nicht in Frage kommt, genauso viele waren noch unentschlossen.

38 Prozent der Teilnehmer könnten sich gut vorstellen, das Car-Sharing-System in einem Modellprojekt erst einmal auszuprobieren. Ein Umstieg auf Car-Sharing kommt für die Umfrageteilnehmer vor allem dann in Frage, wenn ein Auto jederzeit zur Verfügung steht.

Elektroautos stoßen auf deutliches Interesse, während das Lieblingsmodell respektive die Lieblingsmarke bei einem möglichen Umstieg der Umfrage zufolge kaum eine Rolle spielt.

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