Binzen Mehr zahlen für besondere Kita

Zum Konzept des Hofkindergartens gehören die Begegnung mit Tieren, eine nachhaltige Umweltbildung und das Erleben der Natur mit allen Sinnen.Foto: Alexandra Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Binzen (aje). Die Gemeinde Binzen hat ihren Anteil an den Betriebskosten des Hofkindergartens erhöht. Der Gemeinderat entschied darüber in seiner jüngsten Sitzung. Im Zuge dessen wurden die Beiträge für Zweitkinder gesenkt und die Hofkindergarten-Beiträge an die der Kinderschule in Binzen angeglichen.

Der Geschäftsführer des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Vorderes Kandertal, Dominik Kiesewetter, gab einen Überblick über die Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen.

Im November hatte der Hofkindergarten einen Antrag auf Erhöhung des Zuschusses für die Betriebskosten gestellt. Im Zuge dessen wurde analog zur Kinderschule Binzen um eine Regelung gebeten, die Familien mit zwei Kindern durch eine Reduzierung der Beiträge zu entlasten.

Die Gemeinde ist gesetzlich durch die Aufnahme des Hofkindergartens in die Kindergartenbedarfsplanung verpflichtet, die Betriebskosten zu 68 Prozent zu übernehmen. Laut aktueller Kostenaufstellung ergibt sich ein Jahres-Zuschuss in Höhe von 113 000 Euro (insgesamt 166 000 Euro) für den Kindergarten. Dem gegenüber stehen Einnahmen aus FAG-Mitteln in Höhe von 28 000 Euro sowie aus dem interkommunalen Kostenausgleich von 55 000 Euro.

Aktuell betreut der Hofkindergarten elf externe und neun Binzener Kinder. „Die Nachfrage ist groß und wir gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Binzener Kinder bis Mai auf 13 erhöhen wird.“ Wenn mehr Kinder aus Binzen kommen, dann sinke der kommunale Kostenausgleich, informierte er.

Beitrag sinkt auf 173 Euro

Der Hofkindergarten verlangt derzeit für einen Kindergartenplatz mit verlängerten Öffnungszeiten 220 Euro pro Monat – fast 100 Euro mehr als die Kinderschule (123 Euro). Das liegt daran, dass die Gemeinde für den kommunalen Kindergarten einen höheren Zuschuss zahlt. „Wenn man für sein Kind einen etwas anderen Kindergarten will, dann kann man auch anders zahlen“, meinte dazu Kiesewetter.

Dennoch soll der Betriebskostenzuschuss für den Hofkindergarten jetzt laut Gemeinderatsbeschluss auf 75 Prozent (124 650 Euro) erhöht werden. Für die Gemeinde bedeutet das Mehrausgaben in Höhe von jährlich fast 12 000 Euro. Die Elternbeiträge für einen Kindergartenplatz sinken dadurch auf monatlich 173 Euro.

Bisher zahlten Eltern im Hofkindergarten für den Platz eines Zweitkindes die gleiche Summe wie für das Erstkind. Nun soll der Beitrag analog zur Kinderschule angepasst werden. Für derzeit drei Zweitkinder fallen deshalb nun nur noch 135 Euro monatlich an, was für die Gemeinde insgesamt Mindereinnahmen in Höhe von 1440 Euro bedeutet.

Der Gemeinderat stimmte der Erhöhung des Betriebskostenzuschusses auf 75 Prozent und der Zweitkindregelung ab dem 1. Januar zu. Des Weiteren bestimmte der Rat, dass künftig die Kindergartenbeiträge und die Differenz zwischen Erst- und Zweitkind aufgrund der Zugehörigkeit zur Kindergartenbedarfsplanung analog zur Kinderschule übernommen werden müssen.

Der Haushalt 2021 wird dadurch insgesamt um 13 000 Euro mehr belastet.

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