Binzen. Die Gemeinde Binzen lädt alle Interessierten zu einem Vorort-/Pressetermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege am Montag, 4. Juni, ab 15 Uhr zu den Überresten des Mauerwerks der einstigen Burg in die Schlossgasse ein.

Archäologischer Fund mitten im Dorf

Dort wird der Gebietsreferent Andreas Haasis-Berner vom Landesamt für Denkmalpflege über den archäologischen Fund berichten.

Die Burg von Binzen ist erstmals 1405 als Besitz des Freiherren von Grünenberg genannt und bestand aus einer Burg und einem Turm, die sich südlich der Kander befanden. Aus schriftlichen Quellen ist zu entnehmen, dass sie zweistöckig, von geringem Umfang und von einem Wassergraben umgeben war. Sie wurde 1448 zerstört und wiederaufgebaut.

Burg fiel 1641 einem Feuer zum Opfer

Im Zuge des 30-Jährigen Kriegs fiel sie 1641 einem Schadenfeuer zum Opfer und diente bis 1773 als Steinbruch. Seitdem war ihre genaue Lage nicht bekannt.

Zwei im März im Zuge von Probegrabungen freigelegte Mauern stammen zweifelsfrei von der Burg und lassen auf mehrere Bauphasen und eine ehemalige Größe der Anlage von 160 Quadratmetern auf zwei Stockwerken schließen. Die Glas- und Keramikfunde erlauben eine Datierung der Strukturen in das 14. bis 17. Jahrhundert.