Bürgermeisterwahl in Maulburg Als Optimist das Mögliche sehen

Adrian Steineck und Manuel Hunn
Der Journalist Lars Halter hat schon in New York gearbeitet und tritt bei der Bürgermeisterwahl in Maulburg an. „Der Ort ist attraktiv“, sagt der 50-Jährige, der in Maulburg aufgewachsen ist. Foto: Manuel Hunn

Der Journalist Lars Halter tritt bei der Bürgermeisterwahl in Maulburg an.

Lars Halter ist in Maulburg aufgewachsen. Während seiner Schulzeit am Theodor-Heuss-Gymnasium in Schopfheim war er freier Mitarbeiter auch beim Markgräfler Tagblatt, wo er nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Lörrach ein Volontariat absolviert hat. Derzeit arbeitet er beim deutschen Auslandssender Deutsche Welle und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.

Er werde häufig gefragt, warum er nach beruflichen Stationen und Erfolgen in New York und Berlin wieder nach Maulburg zurück will, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Oft auch mit dem Zusatz, das sei seltsam.“ Dazu hat er eine klare Meinung: „Das wäre vielleicht seltsam, wenn ich nicht von hier wäre.“ Er sei „Maulburger von Herzen“ und sieht seine internationalen Erfahrungen als Pluspunkt an. „Die Tatsache, dass ich hier verwurzelt bin, aber lange weg war, ist für mich ein Vorteil.“ Er kenne auch die Ansicht, dass der Rathauschef jemand sein solle, der immer in der Gemeinde gelebt hat. „Aber der Blick über den Tellerrand hat noch nie geschadet.“

Mit Mitte zwanzig nach New York gegangen

Nach dem Volontariat beim Markgräfler Tagblatt ging Halter im Jahr 1998 nach New York, wo er für mehrere deutsche Medien wie etwa das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und den Nachrichtensender N-tv unter anderem von der New Yorker Börse an der Wall Street berichtete. Seit dem Jahr 2015 ist er für die Deutsche Welle in Berlin als Wirtschaftsreporter tätig. „Ich bin seit 35 Jahren als Journalist tätig und habe in dieser Zeit beobachtet, analysiert und beschrieben“, sagt er. Das habe auch den Ausschlag gegeben, bei der Bürgermeisterwahl in Maulburg anzutreten. Er wolle nicht mehr länger „nur darüber reden, sondern gestalten“.

Auf die Frage, warum die Maulburger ihm ihre Stimme geben sollten, antwortet Halter: „Weil ich einer bin, der gerne gestaltet.“ Er sei einer, der groß denkt und „ja“ sagt zu guten Ideen.

Guten Ideen gegenüber aufgeschlossen sein

Das habe er aus seinen 17 Jahren in den USA mitgenommen: „Wenn jemand mit einer guten Idee zu mir kommt, sage ich als erstes: Ja, das ist gut, das kann man machen.“ Sein Credo: „Groß denken und dann schauen, was möglich ist.“ Wenn jemand von vornherein klein denke, komme auch nichts Großes dabei heraus. Bei seinen Gesprächen mit Maulburger Bürgern erlebe er mitunter die Einstellung, dass vieles nur noch verwaltet werde, aber die großen Ideen fehlen.

Halter tritt im Wahlkampf mit dem Motto „Aus Maulburg, für Maulburg“ an, ist aber zugleich überzeugt: „Man muss mit den Menschen arbeiten, nicht mit einem Motto.“ Der Wahl am 25. Februar sieht er optimistisch entgegen. „Ich finde es toll, dass es in Maulburg sechs Kandidaten gibt. Jeder Bewerber bringt etwas Eigenes mit in die Wahl, und die Bürger haben somit auch eine echte Auswahl.“ Hat er eine Vermutung, warum es in Maulburg so viele Bewerber gibt? „Viele Dörfer haben weniger Bewerber“, schildert er seine Eindrücke und betont: „Der Ort ist attraktiv. Maulburg ist zwar klein, aber es hat auch Industrie.“ Wer etwas bewegen will, habe in Maulburg eine gute Chance.

Die offizielle Kandidatenvorstellung der Gemeinde ist für Freitag, 16. Februar, ab 19 Uhr in der Alemannenhalle, Sportplatzstraße 1, geplant. Die Bürgermeisterwahl in Maulburg findet am Sonntag, 25. Februar statt.

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