Der Lörracher Burghof feiert Die Saison startet originell

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Funk und Soul mit Izo FitzRoy erklingt zum Saisonstart im Burghof. Foto: Kenny McRacken

Mit Musik im, aber auch vor dem Burghof und mit einer VBK-Ausstellung startet das Haus einmal ganz anders in die neue Saison – in eine besondere. Schließlich gilt es, den 25. Geburtstag des Hauses zu begehen, das am 6. November 1998 eröffnet wurde. Was der Abend verspricht.

Dies wird natürlich auch musikalisch gefeiert. Fein abgestimmte Akustiksongs, funky Riffs und Soul-Melodien mit Gänsehaut-Gefühl sind das Markenzeichen der Londoner Sängerin, Gitarristin und Pianistin Izo FitzRoy, die am Donnerstag, 5. Oktober, auf die Burghof-Bühne tritt.

Eröffnungskonzert

Getragen vom Groove ihrer Band und den Harmonien ihrer drei Background-Sängerinnen kreiert sie einen ganz eigenen Sound.

Ebenso stark wie Izo FitzRoys Musik sind die Botschaften in ihren Texten. Diese befassen sich mit dem Gefühl, sich als Frau nicht sicher zu fühlen, aber auch mit der Suche nach Halt und der Einsicht, dass die Stärke manchmal einfach in sich selbst zu finden ist.

25 Jahre Burghof

Die Spielzeit 2023/24, in der Burghof Lörrach sein 25-jähriges Bestehen feiert, wird aber schon vor dem Konzert musikalisch eingeläutet: von Nik Bärtschs Mobile. Die Musiker bespielen ab 17.30 Uhr mit einer Mischung aus Minimal Music, Neoklassik und ritueller Groove-Musik Bruce Nauman’s Truncated Pyramid Room – die Pyramide vor dem Burghof – und wollen damit die Bedeutung des Kunstwerks für den Burghof und die Stadt Lörrach unterstreichen.

Klänge aus der Pyramide

Pianist Nik Bärtsch, Altosaxofonist und Bassklarinettist Sha sowie Perkussionist Nicolas Stocker spielen eine Musik voller überraschender Wendungen und kühnen Kombinationen – mit Ingredienzien aus Minimal Music, Neoklassik und Elemente ritueller Groove-Musik, versprechen die Musiker. „Eine Klangwelt von roher Poesie, die von obsessiven Drehmomenten getrieben wird und wie Naumans Kunst ständig unsere Wahrnehmung herausfordert“, so Nik Bärtsch.

Lichtdesign

Lichtdesigner Daniel Eaton kreiert dazu in und um die Pyramide mit den Musikern eine einfache Szenografie, die den Besuchern verspricht, die Pyramide, den Raum und die Akustik neu wahrzunehmen.

Foto: Gabriele Hauger

Kunst tickt anders

Ergänzend dazu wird anschließend ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Vereins Bildende Kunst Lörrach (VBK) und des Burghofs Lörrach im Foyer eröffnet. Im Vorfeld waren Künstler der Region zur Kreation von außergewöhnlichen Kunstobjekten in Form von Uhren eingeladen. 40 Kunstschaffende sagten ihre Beteiligung am Projekt zu und erhielten vom VBK ein Uhrwerk samt Zeigern.

Was bringt die Zeit?

Wie ungeheuerlich schnell tickt die Zeit, und was wird sie künftig bringen? In der Symbolik und der Kunst steht die Uhr für den immerwährenden Fluss der Zeit; als Vanitas-Motiv für Vergänglichkeit und die eigene Sterblichkeit – genügend Inspiration also für die Künstler.

20 Jahre VBK

Mit der Ausstellung feiert der Burghof Lörrach gemeinsam mit dem VBK sein 25-jähriges Bestehen. Doch auch der Verein Bildende Kunst hat einen Grund zum Feiern: 20 Jahre Engagement für die Bildende Kunst.

Reflexion über die Zeit

Vorsitzende Marga Golz: „Die Künstler haben ihre Gedanken dazu individuell in Bildsprache umgesetzt. Es sind sehr besondere Uhren entstanden, die das Publikum unmittelbar über das Thema Zeit reflektieren lassen. Existenz und Nachhaltigkeit, Leben und Tod, Sinn und Unsinn des Lebens, Vergänglichkeit von Zeit, Wertvorstellungen, von all dem, was im Jetzt noch Bestand hat und Morgen wiederum dem Wandel unterliegt.“

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