Efringen-Kirchen Auf Anbauhäufigkeit achten

Der Maiswurzelbohrer kann Maisbestände massiv schädigen. Foto: zVg

Rebland -  Der Maiswurzelbohrer ist ein Käfer, der Maisbestände durch Wurzel- und Blütenfraß massiv schädigen kann. In Südbaden ist er bereits 2007 eingewandert und hat sich in den vergangenen Jahren in einzelnen Gebieten im Rheintal von Lörrach bis Rastatt stark vermehrt. Im Landkreis Lörrach wurde er besonders in den Gegenden um Efringen-Kirchen mit Teilorten, Schliengen, in Tannenkirch und teilweise auch in Binzen festgestellt.

Ein Grund hierfür war der wiederholte Maisanbau auf derselben Fläche, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts Lörrach. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass der Schädling seine Eier in bestehendem Mais ablegt. Findet im Folgejahr auf der gleichen Fläche erneut ein Maisanbau statt, so stoßen die im Boden schlüpfenden Larven auf die für sie überlebensnotwendigen Mais-Wirtspflanzen. Bei ausschließlichem Maisanbau kann so im Laufe der Jahre eine Massenvermehrung stattfinden.

Mithilfe einer klaren Fruchtfolgeregelung nach der bereits geltenden Allgemeinverfügung soll der weiteren Ausbreitung des Maiswurzelbohrers entgegengetreten werden, heißt es weiter. „Gerade jetzt wo die Weichen der Fruchtfolgeplanung für 2021 gestellt werden, sollten landwirtschaftliche Betriebe die Anbauhäufigkeit von Mais vor der Aussaat im Frühjahr überprüfen.“

Seit 2017 darf Mais auf derselben Fläche höchstens zwei Jahre in Folge angebaut werden. Spätestens im dritten Jahr muss mit dem Maisanbau ausgesetzt werden. Verstöße können Bußgelder und Kürzungen der Ausgleichsleistungen nach sich ziehen, teilt das Landratsamt mit.

Die geregelte Anbauhäufigkeit von Mais betrifft Efringen-Kirchen, Kleinkems, Blansingen, Welmlingen, Wintersweiler, Mappach, Huttingen, Istein, Egringen, Fischingen und Eimeldingen, sowie auch Schliengen, Mauchen, Niedereggenen, Liel, Bad Bellingen, Hertingen, Bamlach, Rheinweiler, Tannenkirch, Holzen, Wollbach, und Märkt. Aber auch in allen anderen Gemarkungen wird dringend empfohlen, auf den rechtzeitigen Fruchtwechsel zu achten.

Der Landkreis Lörrach will damit auch den Maisanbau und seine Ertragsfähigkeit in den kommenden Jahren nachhaltig und unter Einbeziehung umweltschonender Maßnahmen erhalten.

Zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers sind in Deutschland derzeit keine Pflanzenschutzmittel zugelassen. Laut Landratsamt soll sich das auch in Zukunft nicht ändern.

Mit ihrem hohen Wirkungsgrad ist die Flächenbewirtschaftung mit wechselnden Nutzpflanzen auch deshalb sinnvoller, in Verbindung mit ökologischen und längerfristigen ackerbaulichen Vorteilen, so das Landratsamt.

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