Efringen-Kirchen Auf dem Weg in die digitale Zukunft

Neben dem „traditionellen“ Unterricht spielt auch der richtige Umgang mit digitalen Endgeräten für Schüler eine zunehmend wichtige Rolle.Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Der Umgang mit Medien will gelernt sein. Um die Kompetenzen in die richtigen Bahnen zu lenken, setzt man am Schulzentrum Efringen-Kirchen sowie an den Grundschulen vermehrt auf digitale Bildungsangebote. Den Rahmen dafür bildet der Medienentwicklungsplan, der nun im Gemeinderat präsentiert wurde.

Von Ingmar Lorenz

Efringen-Kirchen. Timo Pilz, Rektor am Schulzentrum, und Stefanie Kapfer, Leiterin der Egringer Grundschule, stellten den Plan vor.

Einleitend wies Bürgermeister Philipp Schmid darauf hin, dass der Medienentwicklungsplan eine Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln aus dem Digitalpakt sei. Efringen-Kirchen erhält aus dem Digitalpakt Finanzhilfen in Höhe von 261 500 Euro, wobei 65 375 Euro aus eigener Tasche hinzukommen, sodass sich die Investitionssumme auf insgesamt 326 875 Euro beläuft.

Erst Netzausbau, dann Endgeräte

Vorgeschrieben sei, dass diese Mittel zunächst dazu eingesetzt werden, ein funktionierendes Netzwerk an den Schulen zu schaffen. Erst dann steht die Beschaffung entsprechender Endgeräte auf dem Programm.

Vor diesem Hintergrund wies Timo Pilz auf die durch den Medienentwicklungsplan angestrebte enge Abstimmung zwischen den Bildungseinrichtungen und dem Schulträger – also der Gemeinde – hin. „Es geht unter anderem darum, die pädagogischen Konzepte mit den finanziellen Gegebenheiten in der Gemeinde in Einklang zu bringen“, erklärte er.

Darüber hinaus werde durch den Medienentwicklungsplan unter anderem ein sinnvoller Medieneinsatz im Unterricht, eine transparente Zielsetzung sowie eine sichere Planung gewährleistet.

Die Zertifizierung habe man kürzlich erhalten, erklärte der Rektor. Es gehe daher jetzt auch darum, das weitere Vorgehen und den Einsatz der finanziellen Mittel aufzugleisen und zu schauen, welche Anschaffungen möglich und sinnvoll sind.

Mit Blick auf die Inhalte, die den Schülern im Unterricht dabei vermittelt werden, sagte Pilz: „Medienbildung ist eine Pflichtaufgabe.“ Denn die Jugendlichen müssen die Herausforderungen, welche die Nutzung der digitalen Medien mit sich bringen, meistern.

Im Unterricht werde der richtige Umgang mit Medien dabei fächerübergreifend vermittelt, und „jedes Jahr auf eine neue Ebene gesetzt“, legte Pilz dar. Dabei ergeben sich durch die Arbeit mit iPads und digitalen Tafeln nicht nur Möglichkeiten im Mathe- oder Sprachunterricht – auch Fächer wie Religion oder Musik können profitieren. Pilz verwies in diesem Zusammenhang auf den Besuch mehrere Gemeinderäte im Schulzentrum, bei denen sich die Kommunalpolitiker vor Ort ein Bild von den digitalen Möglichkeiten im Klassenzimmer machen können.

Stefanie Kapfer wies diesbezüglich darauf hin, dass der Einsatz digitaler Medien bereits im Grundschulalter Sinn ergebe. Denn die Lebenswirklichkeit der Kinder sehe schlicht so aus, dass diese bereits in jungen Jahren mit Smartphone und Co. im privaten Umfeld in Berührung kommen. Die Schule habe daher auch die Aufgabe, den Kindern einen pädagogisch wertvollen Umgang mit den Geräten aufzuzeigen. Das sei nicht nur mit Blick auf Themen wie Demokratieentwicklung wichtig, sondern auch als Vorbereitung auf die weiterführenden Schulen. Hinzu komme, dass den Schülern durch den Einsatz digitaler Endgeräte ganz neue Möglichkeiten beim Lernen zur Verfügung stehen – und das macht ganz einfach auch Spaß.

„Traditionelles“ Lernen kommt nicht zu kurz

Kapfer betonte zugleich jedoch, dass die digitalen Angebote im Unterricht immer ergänzend und nie ersetzend seien. „Die Kinder lernen weiterhin, von Hand zu schreiben und lesen Bücher“, veranschaulichte sie.

Auf Nachfrage von Gemeinderätin Kathrin Thal (Grüne) wurden kurz die Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum bei der Einrichtung der Endgeräte und die internen Möglichkeiten bei der Wartung des Netzwerks beleuchtet.

Kevin Brändlin (FDP/Unabhängige) sowie Karl-Frieder Hess (SPD) lobten die neuen digitalen Möglichkeiten im Unterricht. „Dadurch wird auch unser Schulstandort gestärkt“, so Hess.

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