Efringen-Kirchen Bedeutender Schritt in die Zukunft

Einige machen eine Ausbildung, viele Schulabgänger des Schulzentrums Efringen-Kirchen werden aber weiterlernen und höhere Bildungsabschlüsse anstreben: Diese Pläne der Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 2018 verriet Rektor Volker Pietschmann den Gästen bei der Abschlussfeier in der Mehrzweckhalle.

Von Jutta Schütz

Efringen-Kirchen. In den badischen Landesfarben dekoriert, war die Treppe auf die Bühne der fast voll besetzten Mehrzweckhalle ein richtiger Blickfang. 90 Schulabsolventen erhielten durch ihre Klassenlehrer und Rektor Pietschmann Zeugnisse und einige von ihnen auch Preise für ihre Leistungen ausgehändigt. Schick gekleidet waren nicht nur die Absolventen, sondern auch Rektor Pietschmann, die anwesenden Lehrer sowie Bürgermeister Philipp Schmid.

Angekündigt wurden die Redner von den Moderatoren des Abends, Louisa Krafft, Raphael Wehrle, Felicitas Duschel und Anna Frey.

Sowohl Volker Pietschmann als auch Bürgermeister Schmid hielten lustig-nachdenkliche Reden mit vielen Anspielungen, die bei der einen oder anderen Bemerkung für Gelächter bei den Schülern und auch den Eltern sorgten.

Pietschmann nahm als Vergleich die Fußballweltmeisterschaft zu Hilfe: „Für manche von euch gab es den klaren Sieg innerhalb der normalen Spielzeit, einige andere schafften erst nach mehreren Fehlpässen das ´Golden Goal` – manchmal aus leicht abseitsverdächtiger Position“, fasste er das Leistungsspektrum zusammen. Selbstvertrauen, Fleiß, die Bereitschaft, sich anzustrengen, Teamgeist, Mut zum Risiko und auch mal Fehler und Niederlagen zu akzeptieren, gehöre auch künftig zu den Eigenschaften, auf die es ankomme, so der Rektor. Ein großer Dank des Schulleiters ging dabei an die Klassenlehrer, den „exzellenten Trainer und Betreuungsstab“, Cornelia Muffler, Sina Breitling, Ralf Schlozer und Mario Singer.

Lob von allen Seiten

Schmid gratulierte allen am Erfolg der Schüler Beteiligten. Schmid hatte bei einem Blick in die Historie entdeckt, dass schon die Sumerer vor 4500 Jahren ein Schriftzeugnis hinterlegten, das gängige Beschwerden über die Jugend auflistet, die „auf Umsturz sinnt, keine Lernbereitschaft zeigt und übernommene Werte ablehnt“, wie er zur Begeisterung der Anwesenden zitierte. Ernst gemeint aber war der Rat Schmids, dass mit neuen Freiheiten „auch eine Eigenverantwortung einhergeht, mit der man für das eigene Tun gerade stehen muss.“

Elternvertreter Alexander Kopp philosophierte über eine hypothetische Klassenarbeitsaufgabe, die dazu aufforderte, ein weißes Blatt mit einem einzigen schwarzen Punkt zu beschreiben. Es sei falsch, nur den Punkt zu beachten – „ein weißes Blatt kann viel eher die Zukunft mit ihren vielen Möglichkeiten sein“, konstatierte er.

Jasmin Jackermeier-Kammerer sprach für die Schüler. Sie verbinde viele gute Erinnerungen mit dem Schulzentrum, seien es engagierte Lehrer, die Mensa und Klassenfahrten, sagte sie und leitete so die Zeugnisübergabe ein.

Was wäre eine Abschlussfeier ohne Musik und Erinnerungen in Bildern? Jede Klasse hatte eine Powerpoint-Präsentation der letzten sechs Jahre zusammengestellt – mit Szenen von Ausflügen und schrägen Unterrichtssituationen.

Musikalisch glänzte Natanael Paradiso am Flügel, fetzig wurde es mit den Schülerinnen und Schülern der WR9, die „An Tagen wie diesen“ einstudiert hatten.

Der „Cup-Song“ von Schülerinnen aus der R10a, R10b und R10c war ein weiterer Show-Höhepunkt.

Für sehr gute schulische Leistungen erhielten Lili Schurich, Felicitas Duschek, und Alissa-Leonie Rosio einen Preis. Mit einem Lob für gute Leistungen wurden Raphael Wehrle, Sophia Rütschlin, Saskia Arndt, Moritz Stiefvater, Anna Frey, und Elias Bürgin sowie Paul Züffle, Eileen Lehmann, Louisa Krafft und Cassandra Schumann ausgezeichnet.

Den Dr.-Thorsten-Walther-Preis in Englisch, dotiert mit 20 Euro, erhielten im Zuge der Abschlussfeier Adám Dózsa, Lili Schurich, Felicitas Duschek, und Sophia Rütschlin.

Preise der Sparkasse Markgräflerland für besonderen Erfolg in den Fächerverbünden EWG und WZG gingen an Eric Brunner, Fabian Jackermeier, Felicitas Duschek und Moritz Stiefvater.

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