Welmlingen - Ein Ergebnis der letzten Gemeinschaftsübung der Engetalwehren in Welmlingen war, dass sich die Wasserentnahme aus den Bächen bei einem Großereignis sehr problematisch darstellen würde. Der Ortschaftsrat diskutierte in seiner jüngsten Sitzung, wie die Situation entschärft werden kann.

Wie Ortsvorsteher Richard Ludin im Ortschaftsrat bestätigte, sei der Wasserstand des Lettenbaches in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit so weit zurückgegangen, dass eine Wasserentnahme nicht mehr möglich gewesen sei. Aufgrund der damit zusammenhängenden Sauerstoffarmut im Bach seien zahlreiche Fische gestorben.

Auch der Haselbach habe aufgrund der extremen Wetterlage im Sommer nur wenig Wasser geführt – allerdings sei dort wenigstens kein Fischsterben zu beobachten gewesen.

Jetzt gelte es, für den Notfall vorzusorgen. Es müsse, so Ludin, eine funktionierende Lösung gefunden werden, um die Wasserversorgung im Brandfall zu garantieren. Zu diesem Zweck hatte er Fotos von möglichen Wasserentnahmestellen beziehungsweise Staumöglichkeiten gemacht, die er den Ortschaftsräten präsentierte. Doch keine der Örtlichkeiten bot hinreichend Gelegenheit, dort eine Wasserreserve zu bilden.

Blieb nur noch, und darüber war man sich im Ratsrund schnell einig, die bereits bestehende Stellfalle im Haselbach zwischen der B 3 und der Haselstraße Richtung Wintersweiler zu reaktivieren. Wie das allerdings geschehen soll, wird bei einer Ortsbegehung mit dem Ortschaftsrat und Vertretern der Feuerwehr sowie der zuständigen Stellen in der Verwaltung geklärt werden.

Allerdings wurde auch klar, dass die beste Maßnahme erfolglos bleiben muss, wenn es an ausreichend Regen mangelt.

Wasmer: Im Ernstfall reicht das Wasser

Durch die Niederschläge der vergangenen Wochen sei derzeit eine Löschwasserentnahme aus den Bächen zwar wieder möglich, erklärt Benjamin Wasmer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Welmlingen. Allerdings sei unklar, wie sich die Situation darstellt, wenn der Regen künftig wieder ausbleiben sollte.

Und wenn es nun in Welmlingen in naher Zukunft zu einem Brand kommt? „Dann kann ihn die Feuerwehr in aller Regel trotzdem löschen“, sagt Wasmer. Durch das Leitungsnetz stehe den Floriansjünger ausreichend Löschwasser zur Verfügung.