Efringen-Kirchen Halle mit Hofladen geplant

Beatrice Ehrlich
Rechts neben der bisherigen Obsthalle im Vordergrund soll bei Huttingen ein Neubau mit Hofladen entstehen.                                                                                                                                                                                                                                                        Foto: Beatrice Ehrlich

Efringen-Kirchen - Der Hof ist zu klein, es soll ausgebaut werden: Er wolle die Hofinfrastruktur dem gestiegenen Vermarktungsbedarf anpassen, begründet Landwirt Kevin Brändlin aus Huttingen sein Vorhaben, seine Betriebsanlagen durch ein weiteres Gebäude zu ergänzen, das am Dienstag im Bauausschuss des Gemeinderats Efringen-Kirchen einstimmig befürwortet wurde.

Vollisolierte Halle

Geplant ist eine vollisolierte Halle in Holzbauweise, in der einerseits ein Hofladen zur Straße hin, andererseits ein Büro, ein Lager für Verpackungen, eine Sortieranlage und ein Kühllager Platz finden sollen. Die bisher genutzte Halle werde dann nur noch ausschließlich als Maschinenhalle genutzt, so, wie es eigentlich längst sein sollte, erklärt Brändlin.

Gewachsene Anbaufläche

Grund für die Enge ist die in den vergangenen Jahren auf über das Doppelte angewachsene Anbaufläche des Hofs. Als die bisherigen Anlagen vor 22 Jahren entstanden, wurden von den Brändlins 30 Hektar Land bewirtschaftet, davon 25 Hektar Sonderkulturen, wozu Kirschen, Spargel und Beeren gehören. Heute sind es insgesamt 80 Hektar, davon 50 Hektar Sonderkulturen, erläutert Brändlin.

Zuletzt sind 2019 Spargelfelder hinzugekommen, die Brändlin vom Reinger-Hof übernommen hat. Vor allem aber bei der Lagerung seines Verpackungsmaterials sei er räumlich an seine Grenzen gestoßen, berichtet er.

Selbstvermarktung

Hinzu komme, dass er seit 2016 auf Selbstvermarktung umgestiegen sei, führt Brändlin weiter aus.

In der bisherigen „Spargelverkaufshütte“ auf seinem Gelände sei der Verkauf aber nicht in der gewünschten Form möglich – ein Hofladen gehöre heute zu einem Betrieb wie seinem unabdingbar dazu, hält er fest.

Gern würde Kevin Brändlin eines Tages auch eine Betriebsleiterwohnung auf seinem Hof einrichten, um dort auch selbst zu wohnen, gesteht der Landwirt und engagierte Kommunalpolitiker auf Nachfrage. Vielleicht werde es sogar möglich, dazu noch ein oder zwei Ferienwohnungen einzurichten, um seinen Betrieb zu diversifizieren und wirtschaftlich auf ein breiteres Fundament zu stellen.

Dies sei aber noch Zukunftsmusik, denn dafür müssten noch etliche Genehmigungen eingeholt werden, merkt er an. Im Rahmen einer Teilaussiedlung hat der Obsthof Brändlin im Jahr 2000 einen Teil seiner Betriebsanlagen aus Huttingen auf die Fläche zwischen dem Dorf und dem nahegelegenen Steinbruch verlegt.

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