Auch unterm Regenschirm genossen am Himmelfahrtstag wieder tausende Gutedelwanderer den Charme des Markgräflerlandes und den Gutedel.

Von Alexander Anlicker (Text und Fotos)

Rebland. „Ein glückliches Land, wo der Wein vor der Kulisse der Schwarzwaldberge reift“, zitierte die Markgräfler Weinprinzessin Hannah Herrmann bei der Eröffnung des Gutedelwandertags in Bad Bellingen den Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Die wolkenverhangenen Schwarzwaldberge waren zwar nicht zu sehen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. „Wir machen das Beste draus“, lautete der Tenor bei den Organisatoren der beteiligten Gemeinden, dem Verein Markgräfler Wein sowie der teilnehmenden Winzergenossenschaften und Weingüter. „Der Charme kommt trotzdem rüber“, zeigte sich die Weinprinzessin überzeugt und wünschte den Besuchern viel Vergnügen beim Schlemmen und Genießen.

„Wir leben in einem wunderschönen Land, das kommt auch bei Regen raus“, befand der Vorsitzende des Vereins Markgräfler Wein, Markus Büchin. Das sei nunmal die Natur, erklärte der Schliengener Winzer und erinnerte daran, dass die Winzerinnen und Winzer bei Regen aber auch bei 40 Grad Celsius Hitze draußen in den Reben arbeiteten. Letztere würden den Regen auch dringend brauchen.

Mit Trekkinghose, Wanderstiefeln und Regenjacke war auch Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl bestens für den Gutedelwandertag gerüstet. „Eine Verastaltung, die man erfinden müsste, wenn es sie nicht schon gäbe“, betonte der Rathauschef bei der Eröffnung und verwies darauf, dass der Gutedelwandertag das Besondere und die Stärken des Markgräflerlandes herausstelle und die Gemeinden zusammenbringe.

Tatsächlich ließen sich tausende Gutedelwanderer vom Regen nicht abschrecken, das Teilstück des Markgräfler Wiiweglis und des Römerwegs zwischen Bad Bellingen und Efringen-Kirchen auf Schusters Rappen zu erkunden. Schon vor der offiziellen Eröffnung strömten die unzählige Wein- und Wanderfreunde von den Bahnhöfen in Bad Bellingen und Efringen Kirchen aus, die zielstrebig die insgesamt 20 Wein- und Verpflegungsstationen entlang der zwölf Kilometer langen Strecke ansteuerten.

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