Efringen-Kirchen Vom Gruselfilm zur Narrenkappe

Viele tolle und lustige Dinge gab es bei der 25. Ausgabe der beliebten „Bring-und-hol-Aktion“. Foto: Jutta Schütz Foto: Weiler Zeitung

Der rote Weihnachtsstern in XXL-Format mit eigenem „Lichtmast“ und Stromanschluss fand als eines der ersten Dinge auf der 25. Bring- und Hol-Aktion einen neuen Liebhaber. Die Veranstaltung fand zum zweiten Mal in der Isteiner Festhalle statt. Weihnachtsdeko war sehr gefragt, dazu Bilderrahmen, DVDs, Spielzeug und gute Kleidung. Einen Ansturm gab es zudem auf die Elektro- und Kleinmöbelabteilung im Foyer der Halle.

Von Jutta Schütz

Efringen-Kirchen. Armin Schweizer als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins äußerte sich sehr zufrieden über den großen Zuspruch. Wie immer aber gibt es auch Abläufe, die man noch verbessern kann.

Am Eingang standen an Tischen die Helfer, welche die Kartons, die abgegeben wurden, kontrollierten und auch mal Bürger baten, Dinge, die sich nicht verwenden lassen, wieder mitzunehmen. Denn was nicht abgeholt wird, muss entsorgt werden. In der Halle wurde auf den langen Tischen sortiert – mehr als 20 Helfer verteilten die abgegebenen Dinge thematisch. Komplette Speiseservicekartons gaben die Spender ab.

Auch die kleinsten Helfer bekamen etwas zu tun. Sie bauten die abgegebenen Spielsachen und Kinderspiele vor der Bühne auf. Das eine oder andere Spielzeug wurde dabei gleich ausprobiert, Fasnachtsverkleidungen etwa oder auch Kinderregenschirme. Neu war, dass Musikinstrumente abgegeben werden konnten – eine Trommel, eine Konzertgitarre und eine Laute waren dabei.

„Diesmal sind wirklich viele Markensachen darunter“, freute sich Inge Schweizer. Eine Brotback- und eine Küchenmaschine, Kaffeemaschinen, Saftpressen, Eierkocher, ein Kinderbett, ein Staubsauger, Kassettendecks, ein Fernseher, Radios, Waffeleisen, Stühle und ein Teppichwebrahmen, dazu viele Lampen wurden im Foyer arrangiert. „Teilweise wurden die Geräte nie benutzt“, staunte Wilfried Bussohn. Der Kommunalpolitiker erhielt übrigens von Armin Schweizer ein Geschenk, denn er hatte vor 25 Jahren die Idee zur „Bring-und-hol-Aktion“, die Vorbild für ähnliche Aktionen im Landkreis war (wir berichteten).

Auch Kurioses findet sich auf den Tischen

In der Festhalle selbst gab es auch wieder einen Tisch mit besonders schönen Ausstellungsstücken und Kuriositäten. Ein riesiges Bild von einem Leuchtturm war dabei, dazu eine Clownsammlung, wozu jemand mit schwarzem Humor die DVD mit dem Film „Es“ nach dem Roman von Stephen King drapiert hatte. Ein nahezu furchterregender schwarzer Blumenständer gehörte ebenfalls zu den eher gruseligen Alltagsgegenständen. Sein Talent zur Bauernmalerei hatte ein unbekannter Künstler an zwei großen Milchkannen und zwei Waschbrettern ausgelebt. Massagekissen – elektrisch wohlgemerkt – und eine Narrenkappe waren dabei.

Vor dem Eingang zur Halle sammelten sich schon eine Stunde, bevor der Startschuss fiel, die ersten Interessenten. Drei Euro kostete der Eintritt für die Bürger, Flüchtlinge zahlten einen Euro, Kinder und Jugendliche sowie Sozialhilfeempfänger zahlten nichts. Damit kein Gedränge entstand, wurden alle Wartenden gebeten, darauf zu achten, dass die Kinder, die in vorderster Reihe standen, nicht überrannt wurden. Diese Durchsage kam gut an – „es geht gesitteter zu als im vergangenen Jahr“, beobachteten die Helfer.

Nur einmal gab es Ärger: Eine kleine Gruppe hortete an einer Stelle in der Halle und im Foyer Kleidung und Gegenstände. Diese gingen nicht zimperlich mit den Elektrowaren um. Ältere Leute wurden rücksichtslos geschubst. „Diese Vorfälle wollen wir nicht – es sollen alle herkommen und sich etwas mitnehmen können“, sagte Schweizer.

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