Efringen-Kirchen (cl). Die quirrlige Efringen-Kirchener Museumsleiterin Dr. Maren Siegmann hat sich mit ihren attraktiven Sonderausstellungen, inhaltsreichen Vorträgen und kurzweiligen Spaziergängen weithin einen Namen gemacht. Alleine die jüngste Exkursion zu „trutzigen Burgen“ hat trotz des kalten Winds und fehlender Sonne an die 50 Besucher angelockt.

Weitere spannende Veranstaltungen waren geplant. Doch daraus wird zum Bedauern Siegmanns erst einmal nichts. Bereits der für den 15. April angekündigte Spaziergang „Nikoläuse zu Ostern“ fällt aus. Die Begründung: Die Vielzahl an Veranstaltungen kann Maren Siegmann im Rahmen ihres 60-Prozent-Beschäftigungsverhältnisses einfach nicht mehr leisten.

Der nun abgesagte Spaziergang bei Huttingen und Blansingen war – typisch für Siegmanns Veranstaltungen – wieder vielseitig angelegt. Es wäre um Kapellen und Klöster, betrügerische Wirte und, mit aktuellen Bezügen, um heilige Kriege, religiösen Fanatismus und um Toleranz gegangen. Und um die spannenden Fragen, ob Bernhard von Clairvaux auf dem Isteiner Klotzen gestanden und zum Kreuzzug aufgerufen und ob er bei den Nonnen von Istein genächtigt hat. Außerdem um die verschwundene Huttinger Kapelle aus dem 7. Jahrhundert, die mittelalterlichen Baureste der ehemaligen Georgskapelle im Blansinger Rathaus und um die römischen Reste bei der heutigen Georgskirche Kleinkems, Pilgerreisen zur Isteiner St. Veitskapelle und um den Reliquien-Klau.

Ebenfalls absagen wird Maren Siegmann den Spaziergang am 13. Mai zu einem Areal, wo sie prähistorische Wallreste vermutet, die noch in keinem Verzeichnis auftauchen. Und bei einem Spaziergang am 16. September zum Tag des Geotops wollte sie Neues zum Markgräfler Marmor an Ort und Stelle vorstellen. Ebenfalls abgesagt hat sie die vielfach gewünschte Wiederholung ihres Vortrags am 10. September zum Reichstag in Kirchen 887. Der Vortrag sollte auch als Broschüre veröffentlicht werden.

Einige Veranstaltungen hat die Museumsleiterin retten können, wie das Wochenende mit der Keltengruppe Carnyx Ende Juli – diesmal im Garten des Museums und um verschiedene Bastel- und Mitmachstationen bereichert. Außerdem findet am 17. September der Tag des Geotops des Förderkreises am Jaspisbergwerk Kleinkems statt, bei dem die Museumsleiterin einen Info-Stand aufstellt. Schließlich ist eine Sonderöffnung zum Jubiläum der Kammerkonzerte am 22. Oktober vorgesehen. Am 17. November wird es richtig pikant: Beim Förderkreis hält Maren Siegmann einen Vortrag zu Liebe und Sex im Mittelalter – freigegeben erst ab 16 oder 18 Jahren.