Eimeldingen - Die von den Erschütterungen an der Bahnlinie betroffenen Bürger erhalten Entschädigungszahlungen, müssen sie sich allerdings noch längere Zeit gedulden, bis sie das Geld bekommen. Denn die Bahn arbeitet umfangreiche Richtlinien für die Zahlungen aus. Durch diese sollen die Höhe der Entschädigungszahlungen festgesetzt werden. Doch die Ausarbeitung ist komplex. „Es gibt verantwortliche Fachreferenten, die in der Lage sind, zu sagen, wie die Richtlinie aussehen muss“, beschreibt der Bahnsprecher den Prozess. An der inhaltlichen Ausgestaltung seien die jeweiligen Fachbeauftragten, die Regelwerksbeauftragten sowie mehrere Juristen beteiligt. Sobald die Richtlinie ausformuliert sei, gehe sie an die zuständige Genehmigungsbehörde, in diesem Fall an das Eisenbahnbundesamt.

Da die Richtlinie als Grundlage dafür dienen soll, die Höhe der Entschädigungen zu ermitteln, gelte es, bei der Erarbeitung möglichst präzise zu sein, erklärt der Bahnsprecher.

Richtlinie soll bundesweit als Grundlage dienen

Aufgrund des großen Aufwands, der mit der Erstellung der Richtlinie verbunden ist, soll das Regelwerk später auch als Grundlage für ähnliche Fälle in der gesamten Bundesrepubik dienen.

In Stein gemeißelt ist die Richtlinie dennoch nicht, wie der Bahnsprecher klarstellt. Denn die besonderen Umstände der jeweiligen Einzelfälle müssten stets berücksichtigt werden. „Vor diesem Hintergrund wird man die Richtlinie auch immer wieder hinterfragen müssen.“

Wann das Regelwerk fertiggestellt und genehmigt ist, kann die Bahn nicht sagen. Klar sei nur, dass sich die Betroffenen noch längere Zeit gedulden müssen, bis sie mit den Entschädigungszahlungen rechnen können.