Eimeldingen Grünes Licht für Solarpark an der A 98

Für einen Solarpark an der A 98 gab es grünes Licht von der Versammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal.. Symbolfoto: sba Foto: Weiler Zeitung

Eimeldingen (ilz). Die Realisierung des Solarparks an der A 98 rückt erneut ein Stück näher: Die Versammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal hat der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans in seiner jüngsten Sitzung in Binzen zugestimmt.

Stephan Färber von der Stadtbau Lörrach legte nochmals die Stellungnahmen dar, die im Zuge der frühzeitigen Beteiligung unter anderem vom Landratsamt, dem Regierungspräsidium und der Autobahn GmbH eingegangen waren. Diese hatten einige planerische Änderungen für den Bau des Solarparks nach sich gezogen, das Vorhaben an sich wurde aber nicht infrage gestellt. Die geringfügigen Änderungen, die Färber zuletzt bereits im Eimeldinger Gemeinderat veranschaulicht hatte (wir haben berichtet), legte er den Verbandsmitgliedern erneut dar. Von diesen gab es mit Blick auf die Stellungnahmen keine weiteren Fragen, allerdings zeigte sich Oliver Baumert erstaunt darüber, dass keine Behörde grundsätzlichere Bedenken zum Vorhaben geäußert hatte. Baumert machte deutlich, dass er die Energiegewinnung durch Solaranlagen zwar ausdrücklich befürworte, es aber aus seiner Sicht falsch sei, dafür eine Fläche zu belegen, die anderenfalls landwirtschaftlich genutzt werden könnte. Aus seiner Sicht seien Dächer der richtige Platz für Solaranlagen. Darüber hinaus erklärte Baumert, dass er fürchte, dass der Bau des Solarparks zu einem Präzedenzfall werden könnte, wodurch künftig weitere landwirtschaftliche Flächen verloren gehen könnten.

Schafe sollen weiden

Gegenwind erhielt Baumert unter anderem von Bernd Schopferer, der betonte, dass es um ein vielfaches sinnvoller sei, Solaranlagen auf der Fläche aufzubauen, als sie etwa mit Mais für Biogas-Anlagen zu bewirtschaften. Eimeldingens Bürgermeister Oliver Friebolin betonte in diesem Zusammenhang, dass die Biodiversität auf der Fläche künftig zunehmen werde. Auch ein Schäfer habe bereits signalisiert, die Fläche unter den Solaranlagen, die in 70 Zentimetern Höhe angebracht werden, mit seinen Schafen beweiden zu wollen. Im Übrigen könne man nicht immer nur von der Energiewende reden, sondern müsse mit anpacken.

Daniela Meier erklärte, dass sie Baumerts Bedenken bezüglich der verwendeten Fläche teile. „Grundsätzlich gilt für mich aber, dass ich mich nicht in die Planungshoheit anderer Kommunen einmische“, erklärte die Bürgermeisterin. Sie werde sich daher enthalten.

Andreas Schneucker betonte die aus seiner Sicht notwendige Kompromissbereitschaft. Fragen zur Energiegewinnung hätten das Potenzial, die Gemüter zu spalten, was man unter anderem an der Debatte um Windkraftanlagen sehe. Man finde sich dann nicht selten in einer Lage wieder, in der man Verständnis für beide Seiten aufbringen könne.

Bei zwei Enthaltungen stimmte die Verbandsversammlung der Änderung des Flächennutzungsplans schließlich zu.

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