Eimeldingen Räte hatten sich mehr erhofft

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Auf dem Ochsen-Areal entsteht neuer Wohnraum. Foto: ov

Eimeldingen (ilz). Enttäuschung herrschte im Eimeldinger Gemeinderat aufgrund der vorliegenden Pläne für die Bebauung des Ochsen-Areals. Wie berichtet, sollen dort in zwei Einheiten insgesamt sieben Reihenhäuser sowie eine Tiefgarage gebaut werden. Zwar sei es positiv, dass damit zusätzlicher Wohnraum entstehe, der auch in Eimeldingen dringend benötigt werde, allerdings habe man sich von der Gestaltung des Areals insgesamt mehr erhofft, so der Tenor im Ratsrund.

Ein gemeinsamer Aufenthaltsbereich für die Bürger und sogar eine Art neues Dorfzentrum hatte den Räten offenbar vorgeschwärmt, wie in der Diskussion deutlich wurde. Darauf sei im vorliegenden Plan aber nicht eingegangen worden. „Ich bin maßlos enttäuscht“, sagte Gemeinderätin Martina Bleile und betonte, dass sie dem vorliegenden Beschlussvorschlag nicht zustimmen könne.

Auch seitens der Verwaltung hatte man sich mehr erhofft, erklärte Bürgermeister Oliver Friebolin. Dennoch sah die Beschlussvorlage die Zustimmung zum vorliegenden Plan vor. Denn wie auch Stephan Färber von der Stadtbau Lörrach darlegte, sei rein planungsrechtlich alles in Ordnung, die Grundzüge der Planung seien nicht tangiert. Auch Veränderungen am Verlauf des durch das Gebiet führenden Fußwegs seien rein planungsrechtlich betrachtet noch im Rahmen. Unklar war in der Sitzung zunächst, ob die Grünflächen, die über der Tiefgarage entstehen sollen, öffentlicher oder privater Natur sind. Im vorliegenden Plan handele es sich um private Flächen, so der Hinweis von Silke Voß-Schwarz. Ein Vergleich mit dem Bebauungsplan ergab, dass für das Gebiet tatsächlich auch private Grünflächen vorgesehen seien, legte Färber dar.

Manfred Schamberger betonte, dass man hinsichtlich des Fußwegs auf jeden Fall sicherstellen müsse, dass dieser öffentlich zugänglich sei und von allen Bürgern genutzt werden könne.

Mit vier Ja- und vier Nein-Stimmen lehnte der Gemeinderat den vorliegenden Bauantrag ab. Voraussichtlich werde die Baurechtsbehörde im Landratsamt aber grünes Licht geben, da rechtlich alles in Ordnung sei, blickten Färber und Friebolin voraus.

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