Fasnacht in Zell Hürus Giusi übergibt Orden an seinen Sohn

Wolfgang Grether
Ein Orden für den Sohn vom Hürus. Foto: /Wolfgang Grether

50 Jahre Schänzli-Vogtei Adelsberg wurde beim Zunftabend gefeiert.

Das Jubiläum war auch ein guter Grund für den Hüurs, länger zu bleiben als an anderen Zunftabenden. Der Abend begann sogar mit dem Hüruseinmarsch.

Begleitet von der Hürusmusik war damit schon von Anfang an alles auf gute, närrische Stimmung gesetzt. Für Vögtin Kathrin Berger ist der auf dem Adelsberg angeheiratete Giuisi einer der ihren. Genau so präsentierte er sich auch.

Viele Bekannte durften seinen Orden entgegennehmen. Höhepunkt war jedoch die Ordensübergabe an seinen Sohn, der das Geschenk mit sichtlich großer Freude und Stolz entgegennahm. Natürlich erhielt der Hürus neben anderen auch den Vogteienorden vom Zweidotterberg. „Hürus vom Adelsberg“ Thomas Kaiser ließ mit Witz, Humor, aber auch mit Aufgaben für das Publikum die Überleitungen der einzelnen Aufführungen zu eigenen Nummern werden.

Die Polizistinnen Annika und Kathrin Sturm berichteten von unterlassenen Hilfeleistungen am Hürus, aber auch vom „Wendekanzler Marius Lais“, den der Hürus gebraucht hatte.

Katja Berger übernahm den traditionellen Schärmuserbericht. Zu Klängen von Mozart besang und liebkoste sie die ihr lieb gewordenen Tiere. Eine tolle Idee, die mit viel Applaus belohnt wurde.

Anna Klauser und Melanie Freuschle berichteten in der Gemeinschaftspraxis von den Neugeborenen auf dem adeligen Berg. Die Schwangerschaftsgymnastik von Melanie durfte ihr Mann, der ehemalige Hürus, gleich mit begleiten. Paul Berger ließ die Zukunft auf dem Adelsberg unter der Überschrift „Isch des schön“ hochleben. Der Nachwuchs unterstütze musikalisch.

Jubiläum in der Küche

50 Jahre Schänzlivogtei und 30 Jahre Küchenteam Rita und Helmut Berger, das war der Vögtin eine eigene Nummer wert. Tim Mälzer hätte sich gefreut, denn endlich fand auf dem Adelsberg die Kochkunst ihren gebührenden Raum.

Markus Sturm formierte seine „Schänzli-Singers“, die gekonnt die benötigen Hilfsarbeiter beim Ausbau des Schützenhauses in den Mittelpunkt ihres Vortrags rückten. Nachtwächterin Stefanie Kummerer berichtete von vielen Ruhestörungen auf dem Adelsberg. Diese sind aber eher auf das rege Vereinsleben als auf „Randale“ zurückzuführen. Über Jahrzehnte habe die Jugendgruppe im Dorf als Garant guter Jugendarbeit im Fokus gestanden. Jetzt soll sie wieder „neu aufgelegt“ werden. Leider seien die ehemaligen Mitglieder etwas reifer geworden, aber gerade das habe geholfen, sie wieder in die „alten Vorstandsämter“ zu heben, hieß es auf der Zunftabend-Bühne.

Kaiser tritt mit Enkel auf

Die Ansage der letzten Nummer blieb Markus Sturm vorbehalten, denn Thomas Kaiser zog es mit seinem Enkel Edo selbst auf die Bühne.

Wie in „alten Kaiserfamiliezeiten“ sang das Publikum bei der Hymne auf den Hürus begeistert mit. Kein Wunder, zog doch Edo alle Register auf dem Piano und ließ sein Opa seine Stimme mit Begeisterung erschallen.

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