FC Basel Alles andere gilt es auszuschalten

Punkte müssen für Silvan Widmer und den FC Basel her. Schließlich geht es um den zweiten Tabellenplatz.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Endspurt: Drei Spiele stehen in der aktuellen Super League-Saison noch auf dem Programm. Zweimal darf der FC Basel dabei zuhause im „Joggeli“ ran. So auch heute Abend, wenn es ab 20.30 Uhr gegen den FC Lugano und damit auch die Verteidigung von Tabellenplatz zwei geht.

Von Mirko Bähr

Basel. Personell sieht es beim FCB gut aus. Bis auf die drei Langzeitverletzten Taulant Xhaka, Andrea Padula und Jorge sind wieder alle Mann an Bord. Auch Timm Klose und Amir Abrashi kehren gegen die starken Tessiner in den Kader zurück. So hat Interimscoach Patrick Rahmen die Qual der Wahl.

Gerade auf der Position des Innenverteidigers wird er sich so einige Gedanken machen müssen. Trotz der Niederlage in Bern zeigte der noch nicht einmal 18-jährige Albian Hajdari eine gute Leistung als Notnagel für Klose, den ein zwickender Oberschenkel zum Zuschauen zwang. „Ich war sehr zufrieden mit ihm. Er blieb auch in Drucksituationen ruhig und ist aggressiv in die Zweikämpfe gegangen.“

Die Einstellung seiner Schützlinge beim Gastspiel in Bern hätte gepasst, erklärte Rahmen. Die Basler zeigten die Grundtugenden. Am Ende war es eben die derzeit beste Schweizer Mannschaft, die die Oberhand behielt. „Natürlich war die Niederlage ärgerlich und macht mich nicht zufrieden. Aber man kann sie deshalb akzeptieren. YB musste schließlich auch ans Limit gehen“, erklärt Rahmen.

Den Grund für die 0:2-Pleite im Berner Wankdorf-Stadion hat Rahmen schnell ausgemacht. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht mehr geschafft, uns aus der Umklammerung zu lösen. Wir konnten nicht mehr für Entlastung sorgen und Gegenangriffe starten.“

Nicht viel einfacher wird es für die Basler nun heute Abend im Heimspiel gegen den FC Lugano, der sich auch noch Hoffnung auf den zweiten Platz macht. Vier Zähler fehlt ihm auf den FC Basel. Die bisherigen Saisonpartien gegen die Tessiner unterstreichen die Schwere der Aufgabe. Dreimal ging es schon gegeneinander, gewonnen haben die „Bebbi“ bisher noch nicht.

Und dennoch weiß Rahmen, dass der FCB in diesen Begegnungen nicht immer das schwächere Team war. Gerade in den beiden Auswärtsspielen sei Basel sogar dominant aufgetreten. Trotzdem habe man nichts geholt. Das habe an der Effizienz der Luganer gelegen. „Ihr Umschaltspiel hat den Unterschied ausgemacht. Da müssen wir aufpassen. Entweder baucht es ein sofortiges Gegenpressing oder aber wir müssen schnellstmöglich zurück und die defensive Grundordnung wieder finden“, sagt Rahmen.

Auch das Zweikampfverhalten muss besser werden. Rahmen hofft auf eine Steigerung gegenüber des YB-Spiels. Dem Interimstrainer genügt da schon der Blick auf die Foulstatistik. „Bern macht 20 Fouls, wir nur zehn.“ Da gelte es aggressiver zu Werke zu gehen und gegnerische Angriffe bereits mit einem Foul früh zu unterbinden.

Im eigenen Offensivspiel muss man in der gegnerischen Hälfte variabler und ideenreicher daherkommen. Gerade dann, wenn der Gegner die Räume eng macht. „Das haben wir zuletzt nicht gut gemacht“, ist Rahmen ehrlich. Der wartet unterdessen noch immer auf ein Vertragsangebot. „Wir haben Lugano im Visier, alles andere ist nicht relevant. Wir müssen alles in die Waagschale werfen. Es gilt unsere Leistung abzurufen, Punkte zu holen. Alles andere wird man dann sehen.“

Burgener und Degen haben sich geeinigt

Und so versuchen die Kicker, auch andere Nebenkriegsschauplätze auszublenden. Am heutigen Dienstag sollten sich Bernhard Burgener und David Degen im Streit um die Besitzverhältnisse der FC Basel Holding AG eigentlich vor dem Basler Zivilgericht treffen. Doch seit gestern Nachmittag ist klar. Der Termin findet nicht statt.

Beide Partien haben sich nach „zahlreichen konstruktiven Gesprächen“ geeinigt. „Die Differenzen rund um die Übertragung der Aktien sind damit bereinigt. Die Parteien haben sich außergerichtlich geeinigt“, heißt es auf der Vereins-Homepage.

Doch wie sieht die Einigung aus? Offiziell wollen beide Parteien heute, 15 Uhr, anlässlich einer Medienkonferenz im St. Jakob-Park informieren.

Wie der „Blick“ berichtet soll sich Burgener als Mehrheitsaktionär zurückziehen. „Unter Führung von David Degen soll das Aktionariat des FCB dann neu und breiter aufgestellt werden“, schreibt das Blatt.

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