FC Basel Anspruch und Wirklichkeit...

Uli Nodler
Noah Katterbach (rechts) empfängt heute mit dem FC Basel den ewigen Rivalen FC Zürich. Foto: Michael Hundt

Anspruch und Wirklichkeit – da klafft aktuell beim FC Basel eine Riesenlücke. Vor dem zwölften Spieltag am morgigen Donnerstag fristet der einstige Serienmeister in der Schweizer Super League auf dem siebten Tabellenplatz ein kümmerliches Dasein. Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Zürich wollen die „Bebbi“ nun mit einem Sieg ihr Punkte-Portfolio aufpolieren.

Von Uli Nodler

Basel. Aktuell trennen die Basler vom Spitzenreiter Young Boys Bern elf Punkte. Das ist eine Menge Holz. Immerhin sechs sind es noch zum Zweiten Servette Genf, der den Baslern am Sonntag beim torlosen Unentschieden einen Punkt abluchste. Deren fünf Zähler beträgt der Rückstand auf den Drittplatzierten FC Sion.

Wie man es auch dreht und wendet, der FC Basel hat in dieser Saison bislang nicht die Qualität, um in das Titelrennen einzugreifen. Aktuell scheint es so, dass für den FCB Platz eins bereits jetzt schon außer Reichweite ist. Das schmerzt vor allem Alex Frei gewaltig. Der Trainer hat in den vergangenen Wochen und Monaten an vielen Schrauben gedreht. Mit wenig Erfolg. Lediglich im internationalen Geschäft ist der FC Basel auf Kurs. Nach dem 3:3-Unentschieden am vergangenen Donnerstag in Bratislava führen die Bebbi die Tabelle in der Conference League nun alleine an.

In Genf probierte Frei ein neues System ohne gelernte Flügelspieler. Stattdessen rückten Diouf, Augustin und Zeqiri in die Startelf. Salvi, Ndoye und Fink nahmen dafür auf der Ersatzbank Platz. Rotblau begann in einem 5-3-2 mit Andy Diouf im offensiven Mittelfeld und Lang sowie Calafiori als Außenspieler in der Fünferkette. Die taktische Veränderung tut dem Basler Spiel jedoch nicht gut, denn es dominierte Servette.

System-Änderung bringt gar nichts

Zeitweise kam der FCB gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus, Hitz spielte seine Abstöße lang. Die beste Chance hatten die Basler in der 43. Minute: Über Diouf gelangte der Ball zu Lang, welcher ihn flach zur Mitte spielt. Dort war es dann kein Basler, sondern Servette-Verteidiger Rouiller, der den Ball in Richtung des eigenen Tores abfälschte.

Für den zweiten Durchgang brachte Coach Frei Katterbach und Ndoye für den rotgefährdeten Calafiori und den angeschlagenen Burger. Gleichzeitig wechselte er auf ein 4-1-4-1, was dem Basler Spiel Stabilität verlieh. Zwar gelang es dem FCB vorerst noch immer nicht, Druck auf das Tor von Frick aufzubauen, doch lässt man sich nicht mehr so in die eigene Hälfte drücken wie noch im ersten Durchgang. Als dann Ndoye und Fink auf das Spielfeld kamen, wurdedas Offensivspiel zielstrebiger. Ein Tor wollte den Baslern nicht gelingen.

Gegen Zürich nun wird Frei sein Team wohl wieder das 4-1-4-1- oder 4-2-3-1-System verordnen. Mit fünf Punkten steht der amtierende Meister FC Zürich abgeschlagen am Tabellenende. Allerdings steigt nur der Letzte ab. Demnach fehlen den Zürchern aktuell auf den Vorletzten Winterthur nur vier Punkte.

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