FC Basel „Bebbi“ in allen Belangen unterlegen

Da haben sich die Basler ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt. Mit 1:4 schieden die „Bebbi“ gegen ein klar überlegenes Schachtjor Donezk im Viertelfinale der Europa League chancenlos aus. Der ukrainische Meister war dem FCB am Dienstagabend in der Arena „AufSchalke“ in allen Belangen überlegen.

Gelsenkirchen (dpa/nod). Gut sechs Jahre nach der letzten Teilnahme sollte der FC Basel wieder dabei sein in der Runde der letzten Acht der UEFA Europa League, die dieses Jahr im K.o.-Modus ausgetragen wird.

Marcel Koller vertraute bei der schwierigen Aufgabe gegen den ukrainischen Serienmeister FC Schachtjor Donetsk auf die beinahe identische Elf, die mit dem 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Donnerstag den Einzug in den Viertelfinal perfekt gemacht hatte – mit einer Ausnahme: Da Eray Cömert gelbgesperrt ausfiel, nahm dessen Platz in der Innenverteidigung Jasper van der Werff ein. Die beiden Teams sind sich das letzte Mal vor zwölf Jahren begegnet und mit Andriy Pyatov und Valentin Stocker sind die aktuellen Kapitäne bereits damals auf dem Platz gestanden.

Donezk ging durch Júnior Moraes (2.) früh in Führung, Taison (22.), Alan Patrick (75./Foulelfmeter) und Dodô (88.) legten nach. Der FC Basel, der Eintracht Frankfurt aus dem Wettbewerb geworfen hatte, enttäuschte vor allem offensiv. Der Treffer von Ricky van Wolfswinkel (90.+2) änderte nichts mehr.

Donezk trat in Gelsenkirchen mit sechs Brasilianern in der Startelf an und war von Beginn an deutlich überlegen. Das Kopfballtor von Júnior Moraes nach einer Ecke kurz nach dem Anpfiff brachte zusätzliches Selbstvertrauen - und die vom früheren Bundesliga-Trainer Marcel Koller (VfL Bochum und 1. FC Köln) gecoachten Basler in Bedrängnis.

Nach Taisons Treffer hätte Júnior Moraes noch erhöhen können, er scheiterte aber an Basel-Torwart Djordje Nikolic (30.). Marcos Antonio traf nur das Lattenkreuz (40.).

Van Wolfswinkel gelingt der Ehrentreffer

Eine halbe Stunde vor Schluss wurde Basel etwas aktiver, allerdings immer noch, ohne die clever verteidigenden Donezk-Profis entscheidend in Bedrängnis bringen zu können. Schachtjor beschränkte sich auf wenige Konter. Der Pfiff zum Foulelfmeter entschied die Partie endgültig, der eingewechselte Yannick Marchand hatte zuvor Taison gefoult. „Im Moment sind wir sicher traurig, aber in ein paar Tagen können wir stolz auf diese Kampagne zurückblicken“, betont FCB-Abwehrspieler Silvan Widmer nach dem Match.

Die Ukrainer treffen nun im Halbfinale am kommenden Montag in Düsseldorf auf Leverkusen-Bezwinger Inter Mailand. Die Basler haben nun noch die Chance, die Saison einigermaßen zu retten, stehen sie doch im Endspiel des Schweizer Cup-Wettbewerbs.

Tore: 1:0 (2.) Júnior Moraes, 2:0 (22.) Taison, 3:0 (75.) Alan Patrick (Foulelfmeter), 4:0 (88.) Dodô, 4:1 90.+2) Van Wolfswinkel.

Schachtjor Donezk: Pyatov – Dodô, Kryvtsov, Bondar, Matviyenko – Marcos Antônio (86. Maycon), Stepanenko – Marlos (72. Solomon), Alan Patrick (78. Kovalenko), Taison (86. Tetê) – Júnior Moraes (86. Fernando).

FC Basel: Nikolic – Widmer, van der Werff (73. Ramires), Alderete, Petretta – Xhaka (60. Marchand) - Stocker (73. van Wolfswinkel), Frei, Campo, Pululu – Cabral (73. Ademi).

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Alexej Nawalny

Der Fall Nawalny bringt die Bundesregierung in Zugzwang, sollte Moskau bei der Aufklärung weiterhin mauern. Ist eine Neuausrichtung der deutschen Russland-Politik jetzt unvermeidbar?

Ergebnis anzeigen
loading