FC Basel Drei Punkte sind nicht alles

Hebt noch einmal die Besonderheit dieses Duells hervor: FCB-Coach Patrick Rahmen. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Für Patrick Rahmen wird die Heimpartie heute gegen den FC Zürich eine besonders sein. Schließlich ist es das erste Spiel nach dem offiziellen Bekenntnis der neuen FCB-Führung zum bisherigen Interimscoach. Rahmen bleibt. Im Klassiker am vorletzten Super League-Spieltag, so macht er gleich deutlich, gehe es um ein wenig mehr als nur um drei Punkte.

Von Mirko Bähr

Basel. Rotblau gegen Blau-weiß: Dieses Duell erhitzt die Gemüter. Da ist viel Brisanz drin. Darauf hat Rahmen bei der gestrigen Medienkonferenz hingewiesen. „Es ist ein spezielles Match“, sagte er. Seinen Jungs sollte klar sein, dass sie mit Emotionen und einer gewissen Aggressivität agieren müssten. Diese sportliche Rivalität sei wichtig. Wichtig auch für den Schweizer Fußball.

Dreimal hat der FCB in dieser Saison diese „besondere Affiche“ schon verloren. Im vierten und letzten Aufeinandertreffen soll der erste Sieg her. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass jeder Spieler verstanden hat, was es bedeutet, das rotblaue Leibchen zu tragen, wenn es gegen den FCZ geht. Von Derbyfieber war da nichts zu spüren“, fand er klare Worte. Und so unterstrich er seine Ausführungen bei der Mannschaftssitzung mit Bildern. „Damit sie verstehen, was ich meine.“

Mit einem Sieg Platz zwei perfekt machen

Ein Sieg wäre nicht nur wegen der Dauerfehde beider Klubs wichtig. Ein Sieg, es wäre der nächste Dreier binnen fünf Tagen im heimischen „Joggeli“, würde auch den zweiten Platz in der Tabelle so gut wie perfekt machen. „Wir können es aus eigener Kraft schaffen“, weiß Rahmen. Aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Genf wäre dem FCB diese Platzierung am letzten Spieltag dann nicht mehr zu nehmen.

Die Geschehnisse rund um den FC Basel in dieser Woche seien in der Kabine zwar kurz besprochen worden. Doch die Partie gegen den FCZ stünde ungleich größer im Fokus. „Wir stehen sportlich in der Pflicht. Wir sind angestellt, um zu kicken, um gute Leistungen zu bringen, um für den Verein alles zu geben“, hielt Rahmen fest. Aber natürlich sei es gut, dass nun Klarheit herrsche.

Was seine Person anbelangt, würden Gespräche laufen. Doch habe man sich darauf verständigt, erst das Spiel gegen die Zürcher zu absolvieren. „Danach wird es dann vorwärts gehen“, ist sich Rahmen sicher, der kommende Woche dann auch Teilnehmer der Gespräche sein wird, die das Thema Kaderplanung für die Saison 2021/2022 beinhalten.

Gegen den FCZ gelte es die Leistung der Heimpartie gegen den FC Lugano (2:0) zu bestätigen. Denn ein Spaziergang werde es nicht. So kämpfe der Gegner gegen den Abstieg, benötige jeden Punkt. „So werden die Zürcher wohl auch auftreten.“ Selbst müsse man Laufbereitschaft, Willen und Solidarität in die Waagschale werfen.

Rahmen muss heute Abend auf die drei Langzeitverletzten verzichten und auch auf Timm Klose, der eine Gelbsperre absitzt. Apropos Klose: Der Leihvertrag des Innenverteidigers läuft aus. Hat der FCB Interesse, Klose zu übernehmen? Es scheint nach den gezeigten Leistungen des Routiniers keinesfalls sicher. Und weil Eray Cömert eventuell dem Lockruf des Auslands nicht widerstehen kann, schaut sich der FC Basel um.

FCB interessiert an Gianluca Frabotta?

Offenbar, so berichten verschiedene Medien, sind die „Bebbi“ am Italiener Gianluca Frabotta interessiert. Der 21-Jährige steht bei Juventus Turin unter Vertrag und hat in dieser Saison 15 Partien in der Serie A bestritten.

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