FC Basel Eins nach dem anderen

Basels Goalie Djordje Nikolic strahlt noch nicht die nötige Sicherheit aus. Hält er heute Abend den Kasten sauber?Foto: dpa Foto: Die Oberbadische

Der 13-fache Meister aus Zypern gibt heute Abend im St. Jakob-Park seine Visitenkarte ab. Der FC Basel trifft in der dritten Runde der Qualifikation zur Europa League auf Anorthosis Famagusta. Der Sieger des Duells zieht in die Playoffs ein.

Von Mirko Bähr

Basel. Favorit ist sicherlich das Team von Trainer Ciriaco Sforza, das in Osijek vergangene Wochen mit 2:1 die Oberhand behielt, dann aber am Wochenende zum Auftakt der Super League enttäuschte. Mehr als ein 2:2 gegen Aufsteiger Vaduz war nicht drin.

Der Gegner aus Zypern hat in der Liga verloren.­ Und zwar mit 1:3 gegen Apollon Limassol. Anfang der Woche dann die Nachricht der Ethikkommission, dass man das Spiel genau beobachtet habe. Es bestehe Verdacht auf Wettbetrug. Man habe Unregelmäßigkeiten auf dem internationalen Wettmarkt registriert.

Der Verein, der die Vorsaison, die aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig beendet wurde, punktgleich mit Omonio Nikosia auf dem zweiten Platz beendete, zeigte sich überrascht. Man distanziere sich von den Vorwürfen.

Apropos Vorwurf: Den musste sich auch Jung-Goalie Djordje Nikolic gefallen lassen. Sein Pass zum Gegner ermöglichte Vaduz das 1:1. Es war nicht sein erster Fehler. Und so rückt vielleicht der erfahrene Österreicher Heinz Lindner zwischen die Pfosten. Sforza nimmt den 23-Jährigen noch in Schutz: „Heute hatte er einen Lapsus drin. Das gehört dazu. Da muss er durch, und wir unterstützen ihn dabei.“

Nicht unterstützen können den FC Basel derzeit gleich eine Handvoll Spieler. So muss der Verein bis auf Weiteres auf Talent Yannick Marchand verzichten. Der leidet unter akuten Rückenschmerzen. Der linke Außenverteidiger Raoul Petretta, Mittelmann Taulant Xhaka und Innenverteidiger Elis Isufi fallen ebenfalls verletzt aus.

Petretta zog sich im Pokalfinale eine Mittelfuß-Fraktur zu und fällt für mehrere Wochen aus. Bei Xhaka und Isufi wurde eine Innenband-Verletzung festgestellt. Xhaka wird in wenigen Wochen auf den Platz zurückkehren, Isufi steht noch am Anfang des Heilungsprozesses, wie der FCB mitteilt. Luca Zuffi erholt sich weiter von seinem Kreuzbandriss.

Gegen Famagusta heißt es heute ab 20.30 Uhr siegen oder fliegen. Für Sforza eine nicht einfache Situation. Er muss Siege einfahren, obwohl er ja gerade einmal drei Wochen das Zepter in den Händen hält. „Jetzt schon zu erwarten, dass alles perfekt läuft, wäre dem Team gegenüber unfair. Wir müssen von Tag zu Tag und Spiel zu Spiel sehen. Eins nach dem anderen“, bittet der Cheftrainer um Geduld. Die Zeit indes ist begrenzt. Der FCB muss so schnell wie möglich liefern.

„Wir waren das einzige Team, das bis Ende August noch im Einsatz war. Wir hatten keine Pause. Das soll keine Ausrede sein. Wir müssen jetzt schauen, dass wir einigermaßen gut reinkommen. Es braucht immer zwei bis drei Spiele“, stellt Kapitän Valentin Stocker fest.

Immerhin darf sich Sforza nach der Rückkehr Edon Zhegrovas über einen Tempospieler freuen, der über die Außen Gefahr verbreiten kann und mit seinen überraschenden Aktion im Duell Eins-gegen-Eins immer wieder Akzente setzt. Heute Abend wird er aber noch nicht auslaufen.

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