FC Basel Es bleibt nur das Trostpflaster

Kemal Ademis Treffer (l.) reicht dem FC Basel nicht, um in die Playoffs der Champions League einzuziehen. Foto: Schwabo/Archiv Foto: Die Oberbadische

Der FC Basel wird auch in dieser Saison nicht im Konzert der Großen mitspielen. Nach dem 1:2 im Hinspiel hat der Schweizer Vizemeister auch das Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League beim Linzer Athletik-Sport-Klub mit 1:3 verloren. Als Trostpflaster bleibt immerhin die Europa League.

Von Mirko Bähr

Basel. Es bleibt dabei: Der FC Basel konnte in seiner bisherigen Europacup-Geschichte nach einer Heimniederlage nie die nächste Runde erreichen. Auch am Dienstagabend wurde diese bittere Statistik nicht aufpoliert. Auch wenn eine andere Bilanz durchaus hoffnungsfroh stimmte. Bis zum Auftritt in Linz hatten die „Bebbi“ bisher jedes Pflichtspiel auf österreichischem Boden gewonnen.

FCB verliert sein 250. Spiel im Europacup

Der FC Basel wollte das 250. Spiel seiner Europacup-Geschichte unbedingt für sich entscheiden und den Traum vom Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse weiter aufrecht erhalten. Doch am Ende jubelte der Underdog, der mit dem Einzug in die Playoffs gleichzeitig seinen größten Triumph in der Vereinsgeschichte feierte. Währenddessen trotteten die Gästekicker enttäuscht in die Katakomben.

„Wir wollten in die Champions League, das hat nicht geklappt. Jetzt fokussieren wir uns auf die Europa League“, machte Trainer Marcel Koller fast schon trotzig klar. „Ich bin enttäuscht, dass wir das nicht geschafft haben. Wir wollten einen weiteren Schritt gehen“, ergänzte der einzige FCB-Torschütze Kemal Ademi.

Beide Mannschaften schenkten sich vor 14 000 Zuschauern nichts und zeigten von Beginn an eine kampfbetonte Partie. Chancen gab es in den ersten 25 Minuten auf beiden Seiten.

Nachdem FCB-Keeper Jonas Omlin gegen João Klauss de Mello seine ganze Klasse zeigte, war es der Gast, der die Führung auf dem Fuß hatte. Nach einer Flanke von Noah Okafor klatschte Kemal Ademis Kopfball an die Latte. Dann verfehlte Valentin Stocker nur knapp das gegnerische Gehäuse.

Foul an Stocker wird nicht geahndet

Pech hatte Basel zudem kurz vor der Pause, als Stocker von LASK-Torhüter Alexander Schlager unsanft von den Beinen geholt wurde, Schiedsrichter Aliyar Aghayev allerdings nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. „Da hätten wir einen Penalty bekommen müssen“, meinte Koller. Das Glück war an diesem Abend einfach nicht auf Seiten der Basler. Im Gegenteil. Denn es war LASK, der mit einem Duseltor dem Sieg ein entscheidendes Stück näher kam. Eine Flanke von Reinhold Ranftl fälschte Raoul Petretta ins eigene Tor ab (59.).

Damit musste der FCB also von Minute zu Minute immer mehr die Abwehr entblößen. Zunächst zahlte sich das Risiko auch noch aus. Ademis Treffer, nachdem Silvan Widmer auf der rechten Seite davongezogen war, zehn Minuten vor Schluss brachte die Hoffnung ins FCB-Lager zurück. Ein weiteres Tor musste her, um zumindest die Verlängerung zu erreichen. Doch die Freiräume nutzte Linz eiskalt aus. Thomas Goiginger (89.) machte mit dem 2:1 für die Hausherren alles klar. Marko Raguz erhöhte in der vierten Minute der Nachspielzeit sogar noch auf 3:1. „Wir haben hinten aufgemacht, und dann war der Deckel drauf“, ­sagte Ademi nach dem Spiel. Keeper Omlin befand, dass man selbst „zu wenig konsequent“ vor dem Tor agiert habe und ein „Duseltor“ das ganze Spiel verändert habe.

Ein Spiel, in dem der FC Basel eine bessere Leistung zeigte als noch vor Wochenfrist im St. Jakob-Park. „Diesmal haben wir viele Sachen gut gemacht, das Problem war einfach das Hinspiel“, wusste Omlin.

Basel hat es im Hinspiel vergeigt

Im ersten Spiel sei man nicht präsent genug gewesen, deshalb habe es nun nicht gereicht. „Wir haben es da verpennt.“ Diesmal sei es besser gewesen, aber man habe eben auch etwas Pech gehabt, stellte Koller fest.

Linz legte den Grundstein fürs Weiterkommen im Hinspiel, wo die Österreicher die deutlich bessere Mannschaft gewesen sind. Diesmal kämpften und rackerten sie, und der FC Basel konnte nach der Pause auch keine Schippe mehr drauflegen.

Am 30. August werden in Monaco die Gruppen der Europa League ausgelost.

LASK – FC Basel 3:1 (0:0). - Tore: 1:0 (59.) Ranftl, 1:1 (80.) Ademi, 2:1 (89.) Goiginger, 3:1 (90.+4) Raguz. SR. Aghayev (Aserbaidschan). Z.: 14 000.

LASK: Schlager; Wiesinger, Trauner, Pogatetz; Ranftl, Michorl, Holland, Renner; Goiginger, Klauss de Mello (87. Raguz), Tetteh (77. Frieser).

FC Basel: Omlin; Widmer, Alderete, Cömert, Petretta; Frei, Balanta (86. Pululu); Stocker, Zuffi (55. Bua), Okafor (64. Campo); Ademi.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

Recep Tayyip Erdogan

Der Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien sorgt für viel Kritik. Die USA verhängen jetzt Sanktionen gegen die Türkei. Befürworten Sie das Vorgehen?

Ergebnis anzeigen
loading