FC Basel Gerechte Punkteteilung im „Joggeli“

Wer schießt? Eray Cömert (l.) und Sebastiano Esposito besprechen sich. Am Ende schießt Esposito, und trifft. Foto: G. Hubbs

Von Mirko Bähr

Basel. Keinen Sieger hat es gestern Nachmittag im Gipfeltreffen der Super League gegeben: Der FC Basel und Meister Young Boys Bern trennten sich leistungsgerechnet 1:1 (0:1). Während die Gäste in Halbzeit eins das bessere Team waren, hatten die Basler nach der Pause in Überzahl Oberwasser.

„Spiel mit Freud, kämpf mit Stolz, zeig Uffrichtigkeit – denn gwünnsch d’Härze für d’ Ewigkeit“ – prangte auf einem riesigen Plakat der Muttenzer Kurve vor der Partie. Die Choreografie war wieder einmal ein Hingucker. Das Spiel ihrer Schützlinge in Halbzeit eins eher nicht. Die Berner, der Serienmeister der vergangenen Jahre, übernahm schnell die Kontrolle, wirkte spitziger, aktiver. Sie gewannen gefühlt sämtliche Zweikämpfe am Boden oder in der Luft.

War es die längere Erholungsphase vor und nach dem Auftritt auf europäischer Bühne, die hier eine Rolle spielte? Ganz von der Hand zu weisen war das natürlich nicht. Der FCB allerdings spielte auch zu ungenau, verlor immer wieder den Ball in der Vorwärtsbewegung, was die Schwarz-Gelben ausnutzen.

Und so war die Führung der Gäste zur Pause sicherlich verdient. Jordan Siebatcheu musste in der Mitte nur noch den Oberschenkel hinhalten, nachdem sich Meschak Elia gleich gegen zwei FCB-Abwehrrecken auf der rechten Strafraumseite durchgesetzt hatte. Weitere gute Chancen der Berner fanden nicht den Weg ins Tor.

In der 39. Minute aber hätte der FCB beinahe und wie aus dem Nichts jubeln dürfen. Nach einem Freistoß von Valentin Stocker kam Pajtim Kasami zum Kopfball. Der Ball klatschte an den Pfosten des Berner Kastens.

Und nun war plötzlich Hektik in der Bude. Nach einer Rudelbildung und einigen Remplern bekamen Quentin Maceiras und Arthur Cabral die Gelbe Karte. Und nur zwei Minuten später trafen sich die beiden Akteure im Mittelfeld wieder. Bei einem Zweikampf stand Berns Nummer 24 dem FCB-Angreifer auf den Fuß. Schiri Sandro Schärer zückte die Ampelkarte.

Die nummerische Überzahl machte sich dann nach der Pause bemerkbar. In der 52. Minute durften die rotblauen Fans dann schon feiern. Mit einem herrlichen Freistoßschlenzer ins kurze Eck trug sich Sebastiano Esposito in die Torschützenliste ein 1:1.

Zwischen der 76. und 78. Minute hätte Torjäger Cabral einmal mehr zum Matchwinner avancieren können. Doch zunächst lenkte er eine Hereingabe mit der Hacke knapp am Tor vorbei, dann verfehlte er mit einem Flugkopfball das gegnerische Gehäuse. YB dagegen beschränkte sich nach der Pause aufs Verteidigen, trat einzig bei Standards gefährlich in Erscheinung.

Das 1:1 am fünften Spieltag bedeutet einerseits, dass die Berner in den vergangenen 19 Pflichtspielen gegen den FCB nur zweimal als Verlierer vom Platz gehen mussten. Dafür aber beträgt der Vorsprung des FCB in der aktuellen Tabelle auf die Hauptstädter weiterhin sechs Zähler. Die Basler rangieren vor der Länderspielpause auf dem zweiten Platz der Tabelle. Bern ist Siebter.

FC Basel – BSC Young Boys 1:1 (0:1). – Tore: 0:1 (20.) Siebatcheu, 1:1 (52.) Esposito. SR: Schärer. Z.: 30 027.

FC Basel: Lindner – Lopez (72. Lang), Cömert, Pelmard, Petretta – Kasami, Frei, Millar (83. Pululu), Esposito (68. Males), Stocker (72. Palacios), Arthur.

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