FC Basel Glück im Unglück

Ricky van Wolfswinkel (Mitte) muss sich einer OP unterziehen und fällt lange aus. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Der FC Basel muss lange Zeit auf Stürmer Ricky van Wolfswinkel verzichten. Bei Untersuchungen nach einer starken Gehirnerschütterung wurde im Krankenhaus ein Aneurysma im Kopf entdeckt. Nach dem Eingriff und der nötigen Behandlung wird der Holländer mindestens eine halbes Jahr nicht mehr auf dem Rasen stehen können.

Von Mirko Bähr

Basel. Es sind die Momente, in denen der Fußball in den Hintergrund rückt. Da geht es plötzlich um Leben und Tod. Van Wolfswinkel muss es fast schon als glückliche Fügung bezeichnen, dass er im Hinspiel der Champions-League-Quali gegen den Linzer ASK nach einem Schlag an den Kopf mit einer Gehirnerschütterung von der medizinischen Abteilung des FCB zur Abklärung ins Universitätsspital geschickt wurde. Denn dort entdeckten die Spezialisten ein Aneurysma, also eine Arterienerweiterung im Gehirn.

Der Mittelstürmer beschreibt es in einer Videobotschaft auf der FCB-Homepage als „kleinen Ballon“, der aufreißen oder platzen und zu einer Hirnblutung oder einem Hirnschlag führen könne. Das Aneurysma existierte schon länger. Dass es nun entdeckt wurde, hat van Wolfswinkel nun wohl das Leben gerettet.

Für den FC Basel bedeutet das rein sportlich gesehen, dass nach Albian Ajeti (nach West Ham) nun auch der zweite Angreifer, der internationale Klasse und eine gewisse Routine aufweist, nicht mehr zur Verfügung steht. Können Kemal Ademi (23) und Afimico Pululu (20), die etwas Super-League-Erfahrung aufweisen, die große Lücke im Sturm stopfen? Eher nicht. Und so muss sich der FCB auf die Suche nach einem neuen Angreifer machen.

Auf Reisen in den Kanton Waadt begibt sich der Titelverteidiger heute, wenn das Erstrundenspiel im Schweizer Cup bei Pully Football (2. Liga) um 17 Uhr auf dem Plan steht. Der FCB ist im Centre sportif de Rochettaz haushoher Favorit und für Pully ist es das Spiel der Spiele. Damit enden für Basel beim sechstklassigen Verein südöstlich von Lausanne vier „Englische Wochen“ in Serie. Nach dem Aus in der Champions League-Quali in Linz wäre eine weitere Niederlage eine Mega-Blamage. Aber da muss schon alles schiefgehen bei den „Bebbi“.

Weitere Informationen: Die Black Stars mit Neuzugang Almin Mislimovic empfangen heute, 17 Uhr, im Pokal den Super League-Vertreter FC Zürich im Stadion Schützenmatte.

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