FC Basel Munteres Scheibenschießen

FCB-Stürmer Kemal Ademi trifft zweimal gegen Lugano. Ein Sieg springt dennoch nicht heraus. Foto: Die Oberbadische

Dass der FC Basel in dieser Spielzeit zwei Gesichter zeigt? Ein alter Hut. Dass er aber auch innerhalb der 90 Minuten diese Achterbahnfahrt vollführt, ist schon bemerkenswert. Gestern im „Joggeli“ gegen den FC Lugano fielen acht Tore. Einen Sieger gab es beim 4:4 keinen.

Von Mirko Bähr

Basel. Nach dem 5:0 gegen den FC St. Gallen kam Basel gestern gegen das Team aus dem Niemandsland der Super League-Tabelle nicht über ein Unentschieden hinaus. Und damit ist klar: Der FC Basel kann einmal mehr nicht Meister werden. Im dritten Jahr in Folge müssen die „Bebbi“ zusehen, wie die Konkurrenz jubeln darf. Vor den letzten beiden Spieltagen ist Tabellenführer BSC Young Boys vom FCB bei zehn Punkten Rückstand nicht mehr einzuholen. Der FC St. Gallen muss fünf Punkte gutmachen, um sich noch den Titel zu sichern.

„Wir wollen die restlichen drei Spiele gewinnen und möglichst einen Platz gut machen. In dieser intensiven Zeit wäre es ein großer Vorteil, eine Qualifikationsrunde weniger bestreiten zu müssen“, ließ Coach Marcel Koller vor dem Heimspiel gegen die Tessiner wissen.

Nach dem munteren Scheibenschießen gestern ist Rang zwei für den FCB aber in weite Ferne gerückt. Fünf Zähler müssen in den beiden ausstehenden Begegnungen wett gemacht werden.

Mit der letzten Offensivaktion gelang dem eingewechselten Arthur Cabral per Kopf immerhin noch der Ausgleich. Samuele Campo hatte präzise geflankt. Es war der Schlusspunkt einer spektakulären Partie, in der es vor allem in der ersten Hälfte heiß zuging. Fünf Tore und jede Menge Zweikämpfe sahen die Zuschauer.

Lugano ging in Führung, die spielstärkeren Basler schlugen aber schnell zurück, lagen nach elf Minuten mit 2:1 in Front. Kurz vor der Pause dann ein Doppelpack der Tessiner. Nach Wiederbeginn war es wieder Basel, das zum Torerfolg kam. Aber die aufsässigen Luganesi ließen nicht locker. Als Christopher Lungoyi in der 80. Minute das 4:3 realisierte, war die FCB-Niederlage fast schon besiegelt. Dann stach aber Cabral in der Nachspielzeit zu.

Tore: 0:1 (6.) Lovric, 1:1 (8.) Ademi, 2:1 (11.) Frei, 2:2 (41.) Jefferson, 2:3 (45.+2) Kecskes, 3:3 (68.) Ademi, 3:4 (80.) Lungoyi, 4:4 (90.+3) Cabral. SR: Tschudi. Z.: 1000.

FC Basel: Nikolic; Isufi (46. Marchand), Cömert (46. Petretta), Alderete, van der Werff; Xhaka; Stocker (82. Tushi), Frei, Campo, Pululu (46. van Wolfswinkel); Ademi (74. Cabral).

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