FC Basel Später Stich ins „Bebbi“-Herz

Auch er lässt im Tessin gute Möglichkeiten liegen: Basels Stürmer Ricky van Wolfswinkel. Foto: Grant Hubbs

Eine Serie starten wollte der FC Basel in der Super League. Bis zur Winterpause sollten nur noch Siege her, um den Kontakt zur Spitze nicht schon so früh zu verlieren. Beim FC Lugano gestern gelang das nicht. Bitter. In der Nachspielzeit erzielte Mattia Bottani das Tor des Tages für die Hausherren.

Von Mirko Bähr

Lugano. „Lugano ist defensiv gut organisiert, robust und eingespielt“: FCB-Trainer Ciriaco Sforza hatte großen Respekt vor der Abreise ins Tessin gezeigt. Aber selbst hatte man ja durch den Sieg gegen Lausanne auch Selbstvertrauen getankt.

Im Cornaredo war der von Covid-19 genesene Jasper van der Werff wieder mit von der Partie, Silvan Widmer fehlte nach der längeren Wettkampf- und Trainingspause jedoch. Nicht dabei waren auch Taulant Xhaka (verletzt), Luca Zuffi (rekonvaleszent), Djordje Nikolic (in Isolation) sowie die angeschlagenen Tician Tushi und Jorge, der muskuläre Probleme im Oberschenkel aufwies.

Im Tessin sah es ganz nach einem torlosen Remis aus. Die Basler hatten in der zweiten Hälfte mehr für das Spiel gemacht und wollten unbedingt den Sieg. Gute Chancen wurden aber allesamt vergeben. Während sich die Gäste also an Luganos Abwehr einmal mehr die Zähne ausbissen, legte der Tabellenzweite eine gnadenlose Effizienz zu Tage. In der zweiten Minute der Nachspielzeit tauchte plötzlich der eingewechselte Bottani alleine vor Torwart Heinz Lindner auf, fackelte nicht lange und traf mit der letzten Aktion des Spiels zum Sieg.

Lugano bleibt damit ungeschlagen in dieser Saison und ist weiter Verfolger Nummer eins von Meister Young Boys Bern. Der FCB standen am Schluss wieder mit leeren Händen da und liegt nun schon acht Punkte hinter dem Spitzenreiter.

Selbstbewusst ging Lugano vor der Pause zu Werke, während der Gast aus Basel sehr solide in der Defensive agierte. Die erste Hälfte war ausgeglichen und umkämpft. Die beste Chance zur Führung hatten die „Bebbi“. Andrea Padula hätte den Treffer nach tollem Zuspiel von Julian von Moos erzielen müssten. Doch der Neuzugang aus Wil verstolperte diese Gelegenheit kläglich.

Die erste gute Chance für den FCB zum 1:0 nach Wiederbeginn hatte von Moos. Doch nach einem Konter und schöner Vorarbeit von Arthur Cabral verpasste der Youngster diese Gelegenheit. In der 55. Minute war es Ricky van Wolfswinkel, der aus aussichtsreicher Position einen Hechtkopfball knapp am Tor vorbeisetzte.

Apropos Tor: Dort stand auf Basler Seite wieder Lindner, der einmal mehr eine souveräne Vorstellung bot. So auch in der 69. Minute, als er einen Kopfball von Miroslav Covilo parierte. Lindner war stets zur Stelle, strahlte über die gesamten 90 Minuten Ruhe aus. Geholfen hat das am Ende nichts.

Der FCB wollte den Erfolg unbedingt und blieb bis zum Ende auch am Drücker. In der 76. Minute zögerte van Wolfswinkel nach einer Freistoßvariante aber etwas zu lange und vergab freistehend vor Lugano-Keeper Noam Baumann.

Die Basler belohnten sich damit nicht für eine gute Leistung. Und so war es keineswegs verwunderlich, dass die Gästespieler mächtig angefressen waren: „So nach Hause zu fahren, ist enttäuschend, ich bin aber vor allem sehr wütend“, meinte Verteidiger Timm Klose.

FC Lugano – FC Basel 1:0 (0:0). – Tor: 1:0 (90.+2) Bottani. SR. Tschudi. Z.: 30.

FC Basel: Lindner, Cömert, van Wolfswinkel, Stocker, Klose, von Moos (70. Pululu), Frei, Kasami, Padula (46. van der Werff), Hajdari, Cabral.

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