FC Basel Weiterer Dämpfer für den FCB

Nun sind es wieder acht Zähler: Der FC Basel ist im Tessin ins Straucheln geraten. Beim heimstarken FC Lugano schlägt am Ende eine 1:2 (0:0)-Niederlage zu Buche und auch auf die Gemüter. Nach einem vermeintlichen Ellenbogenschlag sieht Omar Alderete kurz vor dem Ende die Rote Karte. An der Tabellenspitze steht nun allein der FC St. Gallen.

Von Mirko Bähr

Basel. Die Innerschweizer behalten gegen Xamax mit 2:1 die Oberhand. Die Konkurrenz im Kampf um den Titel patzt. Die Berner Young Boys schaffen nur ein Remis, der FCB kehrt gänzlich ohne Zähler aus der italienischen Schweiz zurück.

„Wir haben kaum Druck aufbauen können und konnten die massive Abwehr nicht knacken. Wir finden gegen solche Gegner einfach kaum Lösungen. Daran müssen wir schaffen“, ließ ein „sehr frustrierter“ FCB-Torwart Jonas Omlin wissen. „Es ist jedes Mal ein Knorz.“

Die Basler müssen auf Ricky van Wolfswinkel und Afimico Pululu verzichten, starten im Tessin aber mit zwei Angreifern. Arthur Cabral und Kemal Ademi dürfen gemeinsam ran. Eine Premiere. Das aber merkt man kaum.

Lange Zeit wird das Spiel vom Kampf dominiert. Keine Mannschaft kann das Heft in die Hand nehmen. Lugano steht kompakt, Basels Offensive wirkt harmlos. Nach der Pause erhöht der FC Basel das Tempo. Zählbares bringt der Gast aber nicht zustande.

Ganz anders die Hausherren. Der nach der Pause eingewechselte Alexander Gerndt zeigt im 100. Ligaspiel sein ganzes Können, schüttelt nach einem langen Ball seinen Gegenspieler Taulant Xhaka ab und schiebt den Ball links unten zur Führung ein – 1:0 (73.). Sechs Minuten später, der FCB hat sich noch nicht vom Rückstand erholt, flankt Numa Lavanchy perfekt in die Mitte, findet Filip Holender, der zum 2:0 einnickt.

Es passt irgendwie ins Bild, dass die Basler zu dieser Zeit nur zu zehnt auf dem Platz stehen. Xhaka hat sich nach dem Laufduell mit Gerndt verletzt, der Teamarzt gibt entsprechende Signale in Richtung Ersatzbank, die diese jedoch nicht mitbekommt.

Das 2:0 ist die Vorentscheidung in einer Partie, die nach langer Ausgeglichenheit zugunsten der Luganesi kippt. Die Basler finden auch in der Schlussphase keine Lösung. Sie verlieren dagegen noch Innenverteidiger Alderete, der Stefano Guidotti mit dem Ellbogen getroffen haben soll. Arthur Cabrals Anschlusstreffer in Unterzahl und in der 90. Minute kommt zu spät. Für den FC Basel setzt es im Cornaredo die erste Pleite seit dem 12. November 2000.

FC Lugano – FC Basel 2:1 (0:0). – Tore: 1:0 (73.) Gerndt, 2:0 (79.) Holender, 2:1 (90.) Cabral. SR: Fähndrich. Z.: 1000.

FC Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros (81. van der Werff); Campo, Xhaka (81. Ramires), Frei, Petretta (81. Vishi); Cabral, Ademi (63. Stocker).

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