Freibad Zell Bad-Besucher zahlen mehr

Gerald Nill
Der Besuch des Zeller Bads wird teurer. Foto: /Gerald Nill

Die Stadt erhöht den Eintritt für das Zeller Freibad – und zwar kräftig.

Das Freibad Zell reißt dicke Löcher in Höhe von fast 430 000 Euro im Jahr in die Stadtkasse. Daran sollen die Besucher im nächsten Jahr durch kräftige Erhöhungen des Eintrittspreises zumindest etwas beteiligt werden.

Die Mitglieder des Finanzausschusses schienen wenig überrascht, als Kathrin Herzog für die Verwaltung den Vorschlag für die neuen Eintrittspreise für das nächste Jahr vorlegte. Demnach soll sich der Einzeleintritt eines Erwachsenen von derzeit vier auf fünf Euro erhöhen. Um einen Euro teurer werden soll auch der ermäßigte Eintritt von Schülern und Studenten, nämlich von 2,50 auf 3,50 Euro. Die Verwaltung verglich die Preise mit den Schwimmbädern in Schönau und Todtnau, wo bereits in diesem Jahr 5,50 Euro beim normalen Einzeleintritt verlangt worden sei.

Saisonkarte wird teurer

Die Saisonkarte im Vorverkauf soll sich von 55 auf 70 Euro und ermäßigt von 25 auf 40 Euro verteuern. Die Familienkarte würde dann im Vorverkauf 140 statt 110 Euro kosten. Kinder hätten bei einem Elternpaar freien Eintritt. Die Zwölferkarte kostet künftig 50 statt 40 und ermäßigt 35 statt 25 Euro. Dadurch will die Stadt gut 22 000 Euro mehr einnehmen, wohlgemerkt bei einem Defizit von 430 000 Euro.

Nicht alle dafür

Der CDU gingen die Verteuerungen noch nicht weit genug. So brachte Fraktionsvorsitzender Matthias Kiefer eine Anhebung des Einzeleintritts von 4 auf gleich 5,50 Euro ins Gespräch, um mit Schönau und Todtnau gleich zu ziehen. Dadurch solle auch der Verkauf von Dauerkarten gefördert werden. Sein Fraktionskollege Christoph Freuschle regte die Ausgabe von 10er statt 12er- Karten an. Als er von Kostendeckung sprach, meinte Bürgermeister Peter Palme: „Dann müssten wir die Preise verzehnfachen.“ Er sprach von sozial verträglichen Preisen. Die Einzige, die gegen eine Verteuerung des Badeintritts sprach, war Claudia Dolzer von der SPD: „Ich sehe die Erhöhung außerordentlich kritisch.“ Und weiter: „Eintrittspreise sollten immer moderat sein. Diesen Weg verlassen wir gerade.“ Die Stadt habe schon die Gebühren für Kindergarten und das Wasser erhöht. Alles treffe insbesondere die Familien. Deshalb werde sie gegen die geplanten Freibad-Preise stimmen. Hannelore Vollmer sprang für die Freien Wähler bei und meinte, sie werde teilweise mitziehen. Familien dürften nicht stärker belastet werden. CDU-Chef Kiefer brachte das alte Thema Photovoltaikanlage ins Gespräch und möchte Bandenwerbung im Freibad vermarkten. Das letzte Wort ist beim Schwimmbad Zell wohl noch nicht gesprochen.

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