Fußball Anfangs völlig neben der Spur

Uli Nodler
Tim Siegin (Mitte) trifft gegen die U23 des FFC doppelt. In dieser Szene enteilt er dem Freiburger Oliver Eckardt (links), scheitert aber dann aber an Torhüter Kevin Zeller. Foto: Uli Nodler

Ganz schwache erste 20 Minuten, eine enorme Steigerung, 3:2 geführt und dann doch noch den Ausgleich hinnehmen müssen – der VfR Bad Bellingen bot seinen Fans am Samstag im heimischen Rheinstadion wieder Achterbahnfußball. Der Punkt dürfte wahrscheinlich zu wenig sein. Was Mut macht ist, die Tatsache, dass in Sachen Ligaver­bleib immer noch etwas geht.

Von Uli Nodler

Bad Bellingen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist nach dem 3:3 gegen die U23-Mannschaft des Oberligisten Freiburger FC weiter gewachsen, dass es für die Rebländer am Saisonende in die Bezirksliga geht.

Dabei war Trainer Roger Mouttet vor der Partie richtig gut gelaunt. Der Grund: Tim Siegin, Torjäger und sportliche Lebensversicherung der Rebländer, meldete sich vor dem Match einsatzbereit. Noch am Freitag vor dem Heimspiel hatte Mouttet die Hoffnung aufgegeben, Siegin am Samstag einsetzen zu können.

Tim Siegin trifft trotz Schulterverletzung doppelt

Doch der muskelbepackte Torjäger ist ein harter Hund. Trotz Bänderanriss in er Schulter biss die Nummer Sieben am Samstag auf die Zähne und spielte 90 Minuten sehr erfolgreich, machte den Punktgewinn durch seine zwei Treffer erst möglich.

Danach sah es in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht danach aus. Vor allem die VfR-Defensive präsentierte sich in den ersten sieben Minuten von allen guten Geistern verlassen. Die jungen Freiburger nutzten das durch zwei Treffer gnadenlos aus. So trieb Issa Boye (4.) , in der ersten Halbzeit der beste Mann auf dem Platz, den Ball über 40 Meter an den Bellinger Strafraum, bediente Manuel Riechert, der aus kurzer Distanz Torsten Muser im VfR-Kasten keine Chance ließ. Drei Minuten später klingelte es wieder im Gastgeber-Kasten. Zuvor hatte Keeper Muser viel zu kurz den Ball abgeworfen. Ein FFC-Spieler ging dazwischen, bediente Nils Janz und der Ball schlug flach im langen Eck ein.

„Es ist mir unerklärlich, wie wir mehr als eine Viertelstunde defensiv so schwach gespielt haben. Da waren wir gegen die spielerisch bärenstarken Gäste völlig chancenlos und hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir zu diesem Zeitpunkt mit 0:4 zurückgelegen hätten“, hatte VfR-Trainer Roger Mouttet einen dicken Hals.

Doch mit dem 0:4 lag Mouttet nicht ganz richtig, weil Tim Siegin auch an diesem Tag einfach zu gut für die Gäste-Defensive war. So in der 10. Minute, als er auf der rechten Seite seinen bulligen Gegenspieler Oliver Eckardt locker abschüttelte, dann aber an Keeper Kevin Zeller scheiterte. Sechs Minuten später stürmte Siegin wieder auf und davon, doch Tim Schillinger verpasste den Ball nach seinem Querpass hauchdünn. Und dann traf Siegin nach einem Muser-Zuspiel kurz darauf nur den Pfosten.

Das waren vielversprechende Bad Bellinger Ansätze in der Offensive. Die vertiefte kurz vor der Pause Siegin, als er den Anschlusstreffer markierte. Im zweiten Abschnitt war Bad Bellingen der Chef im Ring, übernahm die Initiative und drehte das Match durch die Treffer von Muser (48.) und wieder Siegin (70.). Doch der Dreier wollte nicht gelingen, weil Sören Jona Seferin in der 75. Minute das 3:3 erzielte. Dennoch ist die Hoffnung im rebland weiter präsent.

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