Fußball, Bezirksliga Hochrhein SV Herten mit Paukenschlag

Michael Hundt
SVH-Spieler Sascha Strazzeri versucht sich gegen Jakob Hugenschmidt, Baris Caylan und Enno Meyer durchzusetzen. Foto: Michael Hundt

In einem einem offenen Schlagabtausch siegten die Fußballer des SV Herten am Freitagabend mit 4:2 beim VfR Bad Bellingen. Für unschöne Szenen sorgte indes ein Bruder von SV-Spieler Sascha Strazzeri.

Für das unrühmliche Highlight bei einem ansonsten hochklassigen Spiel der Bezirksliga sorgte der Bruder von SV-Spieler Sascha Strazzeri zu Beginn der Halbzeitpause in der Bezirksliga-Begegnung zwischen dem VfR Bad Bellingen und dem SV Herten.

Nach einem Foul an Strazzeri brannten dessen Bruder alle Sicherungen durch und er schüttete einem Spieler des VfR Bad Bellingen einen Becher Bier ins Gesicht. Schiedsrichter Luigi Santiaro tat des einzig richtige und verwies den Delinquenten des Stadions. Doch die Ordner des Hausherren hatten ihre Mühe mit dem aggressiven Anhänger. Erst als Julian Jäger einschritt, verließ der Spieler-Bruder mit wüsten Beschimpfungen das Gelände.

Fußball wurde indes am Freitagabend auch gespielt. Und die Partie verlief nicht nach dem Geschmack der Kurort-Fußballer. Zunächst verwandelte Jäger eine Ecke direkt zur 1:0-Führung (16.). Das 2:0 (36.) durch Guiseppe Imbrogiano fiel nach einer sehenswerten Kombination. Ebenso sehenswert war der Anschlusstreffer von Adrian Mouttet (45.). Doch ein Eigentor durch Arjanit Berisha nach einem Jäger-Freistoß (45.+2) sorgte dann wieder für den Zwei-Tore-Vorsprung. Insgesamt agierten die Hausherren vor allem in der ersten Halbzeit zu harmlos. Die Gäste vom Hochrhein dagegen waren zumindest in der ersten Spielhälfte, giftiger und ideenreicher. Die Führung war durchaus verdient.

In den zweiten 45 Minuten kam die Hausherren dann wesentlich besser ins Spiel und zeigten vor rund 400 Besuchern, dass sie nicht gewillt waren, zum 100-jährigen Jubiläum eine Niederlage hinzunehmen.

Als Tim Schillinger den Anschlusstreffer zum 2:3 (54.) erzielte, keimte berechtigte Hoffnung beim VfR auf, zumindest noch ein Remis zu erzielen. Denn der Gegner war nach 60 Minuten stehend k.o. – ein Resultat der schlechten Trainignsbeteiligung beim SVH. Doch VfR-Trainer Peter Johan versäumte es, durch frische Kräfte mehr Druck auf den Gegner zu machen. Als in der Nachspielzeit VfR-Torhüter Oguz Ozan mit aufrückte, sorgte Strazzeri mit einem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung.

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