Fußball Das Ziel ist die Kreisliga A

Die Oberbadische, 14.06.2018 20:30 Uhr

Von Mirko Bähr

Maulburg. Beide Mannschaften hatten nach Ende der Kreisliga B-Saison in ihrer jeweiligen Staffel 56 Punkte geholt und damit Rang zwei belegt. Nun kämpfen die Sportfreunde Schliengen (Staffel 1) und der TuS Maulburg (Staffel 2) um den einzig noch freien Platz in der Kreisliga A, Staffel West. Das Hinspiel der Aufstiegsrelegation findet am Sonntag, 15 Uhr, in Maulburg statt. Das alles entscheidende Rückspiel findet dann am 23. Juni ab 18 Uhr in Schliengen statt.

Es sieht ganz nach einem spannenden Duell aus. Während die einen vor allem mit ihrer Offensive glänzen, haben die anderen eine sattelfeste Defensive vorzuweisen. So haben die Sportfreunde in 24 Partien gerade einmal 17 Gegentore zugelassen. Ganze zwei Mal hat Schliengen in der vergangenen Runde verloren. Und so spricht man im Verein zurecht von einer „tollen Saison“, die jetzt noch gekrönt werden könnte.

Einen erheblichen Anteil am Höhenflug der Schliengener Kicker, die letztmals 2009 in der Kreisliga A vertreten waren, ehe sie schnurstracks bis in die Kreisliga C durchgereicht wurden, hat Trainer Alexander Schöpflin. Der übernahm laut Vereinsangaben eine „blutjunge Mannschaft“, viele Spieler kamen direkt aus der Jugend, stieg 2016 mit ihnen als Meister in die Kreisliga B auf, um zwei Jahre später wieder an die Türe der nächsthöheren Liga zu klopfen.

Das Hinspiel jedoch müssen die Sportfreunde ohne Schöpflin bestreiten, der vor einem Jahr schon Familienurlaub auf Sardinien gebucht hatte. „Er wollte extra fürs Hinspiel zurückfliegen, aber die Flüge sind viel zu teuer“, lässt der Sportliche Leiter Gerrit Höveler wissen. Das Coaching übernimmt Höveler in Zusammenarbeit mit dem Co- und Torwart-Trainer. Zum Rückspiel ist der Trainer wieder an Bord.

Eine Etage nach oben möchte unter allen Umständen auch der TuS Maulburg. Das Ziel ist der Aufstieg, und so wurde in der Winterpause kräftig aufgerüstet. Vom SV Weil kam Eike Elsasser und vom Freiburger FC wechselte nach einer schöpferischen Pause Top-Stürmer Vedat Erdogan zum TuS. Und der schlug gleich ein wie eine Bombe. In zwölf Partien „töpfte“ der 28-Jährige schon ganze 18 Mal. Mit insgesamt 87 Treffern in 26 Begegnungen wies Maulburg die beste Offensive der Liga auf.