Fußball Der erste Sieg ist eingetütet

Die Oberbadische
Ridje Sprich trifft gegen die Endinger gleich zweimal und hat großen Anteil am 3:0 des SV Weil. Foto: Mirko Bähr

Endlich: Der SV Weil hat am siebten Spieltag der noch jungen Verbandsliga-Runde den ersten Dreier eingefahren. Im Duell zweier Kellerkinder der Tabelle gegen den SV Endingen waren die Hausherren das spielbestimmende Team, mussten aber lange warten, um diese Überlegenheit auch in Zählbares umzumünzen.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Rund um den Winterrasen, dem Trainingsplatz des SVW, mussten vor Spielbeginn erst einmal Hütchen und Stangen aufgestellt werden, um diese Partie im Verbandsoberhaus austragen zu können. Keineswegs provisorisch kam das Spiel der Weiler daher. Von Beginn an nahmen die Hausherren das Heft in die Hand.

Sie ließen die Gäste, die schon kurz nach Spielbeginn ausnahmslos mit Defensivaufgaben beschäftigt waren, kaum Luft zum Durchatmen. Der SVW attackierte früh, so dass die Endinger schnell das runde Leder nach vorne schlagen mussten. Und selbst behielt man die Ruhe. Diesmal hielt der SVW den Ball in den eigenen Reihen, wartete auf die sich auftuende Lücke.

Und wenn die Weiler über die Außenbahnen nach vorne spielten, wurde es auch gefährlich im gegnerischen Strafraum. „In der ersten Hälfte haben wir aber noch zu häufig den Chip-Ball in die Mitte versucht“, meinte Andreas Schepperle.

Dennoch gab es bereits vor der Pause gute Möglichkeiten. Nach 20 Minuten schoss Julien Tschira den Ball über das Tor, ein Kopfball von Ridje Sprich nach mustergültiger Flanke von Marvin Spöhr parierte der überragende Schlussmann Leon Rump (26.) und in der 33. Minute rettete Marvin Baumer spektakulär gegen Justin Samardzic auf der Torlinie. Nach einem Freistoßschlenzer von Sprich in der 40. Minute war dann wieder Rump mit einer tollen Parade zur Stelle.

Die Gäste waren weitestgehend harmlos. Zweimal tauchten sie nach Kontern in diesen 90 einseitigen Minuten vor Sandro Keller auf. In der 21. Minute hatte Nikolas Kopp von der rechten Seite einen Querpass gespielt, den Florian Ries fünf Meter vor Tor verstolperte. Und kurz nach der Weiler Führung in Durchgang zwei war Keller nach einem schnellen Gegenzug der Endinger zur Stelle.

Couto und zweimal Sprich sorgen fürs 3:0

Die Musik spielte bei schönstem Fußballwetter auf der anderen Seite. Rump gegen den Rest der Welt: so hieß es in der zweiten Hälfte. Die Weiler agierten nun noch häufiger über die Außenpositionen und spielten dann das runde Leder immer wieder flach in die Mitte. In der 58. Minute fiel die Führung. Hatte Samardzic per Kopf noch die Führung verpasst, so machte es Luis Couto besser, der einen Freistoß von Hasan Ates einnickte. 20 Minuten später schob der Torjäger ein. Sprich wurde von Ates lanciert, behielt die Übersicht und beförderte den Ball ins kurze Eck – 2:0.

Der SVW war drückend überlegen, doch Sprich und Tschira scheiterten im Eins-gegen-Eins an Torwart Rump. Zumindest Sprich hatte noch nicht genug. Nachdem sich David Groß im Strafraum erfolgreich durchsetzte hatte, legte er das Spielgerät quer, wo Sprich goldrichtig stand – 3:0 (82.).

„Wir haben die Geduld bewahrt. Wir haben es gut zu Ende gespielt und größtenteils die Positionen besetzt“, machte Schepperle nach der Partie deutlich. „Wir wollten das Spiel gewinnen, egal wie. Das haben wir geschafft.“ In Euphorie werde man jetzt nicht verfallen. „Zuhause müssen wir Endingen einfach schlagen“, meinte Schepperle.

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