Fußball Ein Quartett kämpft um den Aufstieg

Nach etwas mehr als zwei Monaten musste der Spielbetrieb auch in der Bezirksliga Hochrhein wieder eingestellt werden. Wann der Ball im nächsten Jahr wieder rollt, ist ungewiss. Einige Mannschaften dürfen sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Die besten Karten hat Spitzenreiter SV Herten. Doch die Verfolger sind in Lauerstellung.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. 23 Punkte nach zehn Spieltagen: Die Bilanz des SV Herten kann sich sehen lassen. „Wir haben uns diese Punkte hart erkämpft. Die Jungs haben sich ordentlich reingehauen und alles gegeben. Der Aufwand hat sich gelohnt“, freut sich Trainer Musa Musliu.

Gleich am ersten Spieltag war die Freude groß, als Lucas Eschbach in der Nachspielzeit mit einem Freistoß den 3:2-Sieg bei der SG FC Wehr-Brennet perfekt machte. Nur eine Niederlage kassierte der Spitzenreiter. Beim SV Buch musste sich Herten knapp geschlagen geben.

Doch nur eine Woche später überzeugte der Primus im Spitzenspiel. Den FC Erzingen fertigte der SVH mit 6:1 ab. „Dennoch sehe ich Erzingen mit seinem starken und qualitativ breiten Kader als Topfavorit. Wir wollen natürlich so lange wie möglich oben dran bleiben“, betont der Hertener Übungsleiter, der den FC Zell und den VfB Waldshut auch noch nicht abschreiben möchte.

Ein erstes richtiges Fazit kann Musliu noch nicht ziehen, da seine Schützlinge noch nicht gegen Efringen-Kirchen, Zell, Mettingen/Krenkingen und Tiengen gespielt haben. „Ob ich der Mannschaft den Aufstieg zutraue, hängt auch davon ab, wie der Rest der Saison verlaufen wird. Ausfälle, Trainingsbeteiligung, Spielglück und mentale Ausdauer spielen hier eine entscheidende Rolle.“

Obwohl beim SV Herten schon viel Positives dabei war, gibt es für Musliu noch Nachholbedarf: „In Sachen taktischer Disziplin, Standards, Handlungs-, und Spielschnelligkeit müssen wir uns noch verbessern.“

Es bleibt spannend an der Tabellenspitze, denn Erzingen liegt nur einen Zähler hinter Herten. Zudem haben die Kicker von Coach Klaus Gallmann noch ein Spiel in der Hinterhand.

Einen ganz starken Eindruck machte Aufsteiger SG Mettingen/Krenkingen mit Trainer Georg Isele. Dennoch wird es wohl am Ende nicht für einen Platz ganz vorne reichen.

Der FC Zell hat es verpasst, beim 3:5 gegen den FC Erzingen näher an das Spitzenduo zu gelangen. Nichtsdestotrotz ist Trainer Michael Schwald mit dem bisher Gezeigten einverstanden: „Wir sind in der Breite zwar nicht so gut aufgestellt wie noch in der Vorsaison, aber dennoch sind wir gut genug, um da mitzuspielen, wo wir jetzt auch stehen.“

Sollte Zell im kommenden Jahr weitestgehend von Verletzungen verschont bleiben, ist es durchaus möglich, dass die Wiesentäler auch noch einmal ein Wörtchen im Titelrennen mitreden werden.

Selbiges ist vom SV Buch wohl nicht zu erwarten, wenngleich die Hotzenwälder bislang zu den größten Überraschungen zählen. Die Bucher liegen mit 17 Punkten auf Platz fünf und sind damit einen Zähler besser als der TuS Efringen-Kirchen, der vor der Saison von vielen zu den Titelaspiranten gezählt wurde.

Allerdings hatten die Rebländer zu Saisonbeginn große Schwierigkeiten. Die ersten drei Partien gingen verloren. Efringen fand sich am Tabellenende wieder. Doch die Verantwortlichen um Trainer Dennis Weiss blieben ruhig. Mit dem ersten „Dreier“ Mitte September gegen den FC Wallbach ging es dann stetig bergauf. Mittlerweile stehen auch schon wieder fünf Siege auf dem Konto. „Wir sind auf einem besseren Weg als noch vor ein paar Wochen. Es ist jetzt aber nicht so, dass wir ganz vorne mitspielen müssen. Wir sehen uns hinter den ersten zwei, drei Teams. Dabei wollen wir den Abstand so klein wie möglich halten“, lässt Weiss wissen.

Auch er glaubt nicht, dass es bei einem Zweikampf an der Tabellenspitze bleiben wird. „Herten und Erzingen spielen schon sehr konstant. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Zell noch dazustoßen könnte. Auch Waldshut sollte man nicht abschreiben, auch wenn sie aktuell sogar noch hinter uns liegen. Sie sind in der Lage, eine Serie zu starten.“

Natürlich hätte auch Weiss die Saison gerne fortgesetzt, doch „die Situation lässt das einfach nicht zu“. „Daher kann ich das auch recht einfach akzeptieren.“ Der 29-Jährige befürwortet, dass man bis Juli die Hinrunde in allen Ligen fertig spielt. „Dann hätte jeder gegen jeden einmal gespielt. Dies wird dann auch gewertet. So hätte man genug Zeit, um alle Spiele durchzubringen.“

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