Fußball Fragen nach Spielausfall in Zell

von Michael Hundt
Der Platz des FC Zell ist unbespielbar. Foto: Michael Hundt

Der Wettergott ist kein Fußballfan – zumindest nicht, wenn es um die Bezirksliga Hochrhein geht. Denn vier von fünf Partien, die für den Samstag angesetzt waren, mussten wegen der Witterungsbedingungen abgesetzt werden. Um die Absage des Spitzenspiels zwischen dem FC Zell und dem FC Schönau gab es nach der Bekanntgabe hitzige Diskussionen.

von Michael Hundt

Zell im Wiesental. Die Gesichter waren lang bei den Verantwortlichen beider Mannschaften. Besonders auf Seiten den Gäste hatte man sich auf das Spitzenspiel gefreut. „Es ist extrem ärgerlich für uns. Wir wären mit der besten Kapelle angetreten“, sagte Schönaus Trainer Christian Lais, der sich gegen den Rivalen gute Chancen für einen Sieg ausgerechnet hatte.

Etwas ungewohnt für alle Beteiligten war die Art und Weise, wie die Spielabsage zustande kam. Am Vormittag hatten die D-Jugend-Mannschaften des FC Zell und der JFV Region Laufenburg versucht, ihr Punktspiel in der Bezirksliga auf dem Platz auszutragen. Doch nach zehn Minuten hatte Schiedsrichter Andreas Varga ein Einsehen und brach die Partie wegen der Unbespielbarkeit des Platzes vorzeitig ab. Diese Entscheidung des Unparteiischen sowie das Drängen der Verantwortlichen des FC Zell nahm Staffelleiter Wolfgang Spitz als Grundlage, um die Begegnung der Herrenmannschaften abzusagen. Nach eigenen Angaben habe er zu diesem Zeitpunkt von der Situation beim FC Zell nichts gewusst, dass dort einige Spieler nach der extrem kurzfristigen Entscheidung des Südbadischen Fußballverbandes auf 2G-Vorgaben umzustellen, nicht spielfähig waren. „Im Nachhinein hätte ich es vielleicht etwas anders machen und einen offiziellen Beobachter zum Platz schicken sollen“, gibt Spitz zu.

Auch auf Seiten der Zeller hätte man die Partie nach Angaben von Trainer Michael Schwald gerne ausgetragen. „Wir hätten auf jeden Fall eine Elf auf den Platz gebracht“, erklärte Schwald im Bezug auf die fehlenden Leistungsträger. „Die Platzbedingungen waren durchaus grenzwertig. Aber andere Spiele wurden auch abgesagt.“

Sowohl Lais als auch Schwald waren nach der Absage wütend auf den Verband, der erst spät am Vorabend entschieden hatte, dass alle Partien unter Beachtung der 2G-Vorgaben ausgetragen werden müssen. „Die Info kam einfach viel zu spät. Da muss Klarheit geschaffen werden. Sonst ist das eine klare Wettbewerbsverzerrung“, fordert Schwald.

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