Fußball FSV hat den Derby-Sieg im Visier

Uli Nodler
Dieses Duell zwischen dem Rheinfelder Vincent Kittel und dem Laufenburger Paul Mendy könnte es auch am Samstag wieder geben. Foto: Grant Hubbs

Wer will den SV Laufenburg stoppen? Vielleicht der FSV Rheinfelden. Am Samstag steigt auf dem Kunstrasenplatz in der NaturEnergie-Arena der Industriestädter das Landesliga-Derby gegen den aktuellen und alleinigen Tabellenführer.

Auf dem Papier ist es eine klare Sache. Doch Papier ist bekanntlich geduldig. Obwohl der SV Laufenburg nach sieben Siegen in den ersten sieben Meisterschaftsspielen das Punkte-Maximum aufweist, rechnet sich FSV-Vorsitzender Patrick Da Rugna durchaus eine Chance aus in diesem Fußball-Knüller: „Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Da kann der Favorit schon einmal straucheln. Ich rechne mir auf unserem kleinen Kunstrasenplatz schon etwas aus. Und wir haben das Potenzial, um Laufenburg zu schlagen. Das ist uns in Laufenburg in der vergangenen Saison auch gelungen.“

Da Rugnas Worte werden durch die Tatsache unterstrichen, dass auch die Bilanz für den Gastgeber spricht. 16 Mal trafen die beiden Klubs in den letzten zehn Jahren aufeinander. Die letzten fünf Spiele, in denen es für den SV 08, abgesehen von zwei Unentschieden, nichts mehr zu erben gab, kippte die bis dahin positive Bilanz der Nullachter zugunsten des FSV.

Das letzte Derby endete 3:3-Unentschieden

Das letzte Hochrheinderby am 20. Mai dieses Jahres endete in der Rheinfelder NaturEnergie-Arena mit einem spannenden und torreichen 3:3 Unentschieden. Die Laufenburger hatten zur Pause durch Tore von Moritz Hackenberger und Benedikt Illmann mit 2:0 geführt, gerieten dann aber mit 2:3 in Rückstand, ehe Sandro Knab in der Nachspielzeit doch noch den verdienten Ausgleichstreffer markieren konnte.

Aktuell liegen die beiden Mannschaften elf Punkte auseinander. Die noch punktverlustfreien Nullachter fahren am Samstag sicher mit Respekt, aber auch mit großem Selbstbewusstsein nach Rheinfelden. Vor fast vier Jahren, am 19. November 2019, gewann der SVL letztmals das Derby in Rheinfelden mit 2:0. Deshalb ist es für den SV Laufenburg wieder an der Zeit, gegen den Ligarivalen mal wieder einen „Dreier“ zu landen.

Personell ist der FSV Rheinfelden im Heimderby ab 16.15 Uhr am Samstag wieder besser aufgestellt. Serkan Korkmaz, Denker und Lenker des Rheinfelder Spiels, hat seine Sperre abgesessen und steht in der Startformation. Weiterin fehlen wird allerdings der gesperrte Jeremy Stangl. Fraglich ist der Einsatz von Björn Gutjahr. Ihn plagen Knieprobleme.

Beim SV Laufenburgfehlen sieben Spieler

SVL-Trainer Michael Hagmann muss gar auf sieben Spieler verzichten. Jonas Gläsemann und Angelo Armenio sind verletzt. Franceso D’Acunto, Till Lindemann, Mika Schmidt, Paul Denz und Simon Hilpert sind privat verhindert. Dafür ist Sandro Knab, der beim 6:2-Erfolg beim SV Ballrechten-Dottingen noch fehlte, in Rheinfelden wieder dabei.

Trotz der vermeidbaren Niederlage am vergangenen Wochenende beim ASV Wyhl sei – so Da Rugna – die Stimmung gut innerhalb der Mannschaft. Vor allem die Rückkehr des Strategen Korkmaz mache allen Mut, um den Laufenburgern ein Bein zu stellen, so der FSV Vorsitzende.

Im Moment haben die Gäste aus der Zwei-Länderstadt sicherlich einen physischen Vorteil, seien konditionell stärker als der FSV, wie Da Rugna einräumte. Deshalb dürfte den Rheinfeldern auch der eigene Kunstrasenplatz entgegenkommen. Apropos Spielfeld in der NaturEnergie-Arena. Der zum zweiten Mal eingesäte Rasenplatz dürfte, so die Aussage des FSV-Vorsitzenden endlich, Ende Oktober bespielbar sein.

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