Fußball Geschickt und geduldig sein

Die Bilanz gegen den FFC ist eindrücklich: Tobias Bächle hätte nichts gegen einen weiteren Erfolg einzuwenden. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Gipfeltreffen am Sonntagvormittag: Die beiden besten Teams der Landesliga, Staffel 2, treffen am 20. Spieltag aufeinander. Der SV Weil reist als Spitzenreiter zum Freiburger FC II. Ist es das vorentscheidende Match in Sachen Meisterschaft?

Weil am Rhein. Zwei Zähler beträgt der Weiler Vorsprung auf die Verbandsliga-Reserve. Mit einem Sieg am Sonntag zu ungewohnter Zeit (11.30 Uhr) könnten die Kicker von Coach Tobias Bächle ein kleines Polster aufbauen. Vor dem Top-Match hat sich unser Sportredakteur Mirko Bähr mit Bächle unterhalten, der ja am Ende seinen Trainerjob an den Nagel hängt.

Frage: Herr Bächle, ist es das entscheidende Spiel im Titelrennen?

Nein. Danach sind es noch zehn Partien, da kann so viel passieren. Es ist eine wichtige Partie. Mit einem Sieg können wir etwas Luft dazwischen bringen.

Frage: Geht man dieses besondere Spiel zu dieser besonderen Zeit mit ganz besonderen Methoden an?

Wir gehen dieses Spiel wie jedes andere an. Natürlich wissen wir viel über den Gegner. Die Spielphilosophie ist bekannt. Aber auch die Freiburger kennen unsere Stärken.

Frage: Ist der FFC II der größte Konkurrent für die Weiler?

Spielerisch ist er das beste Team der ganzen Liga. Man kann zwar nie genau abschätzen, wer schlussendlich das Trikot trägt, aber immer ist die Vorgehensweise offensiv geprägt.

Frage: Die Emmendinger rührten Beton an, jetzt geht es also gegen eine Mannschaft, die ihr Heil in der Offensive sucht.

Ja, das wird ein ganz anderes Spiel. Freiburg möchte selbst Fußball spielen. Das kann man mit der Partie am vergangenen Wochenende nicht vergleichen. Da können wir wenig mitnehmen. Außer vielleicht das Selbstvertrauen, das wir natürlich besitzen. Wichtig war schon, dass wir zum Auftakt gewinnen.

Frage: Wie muss ihre Equipe auftreten, um etwas Zählbares mitzunehmen?

Gegen den FFC müssen wir taktisch sehr geschickt agieren und wieder Geduld beweisen. Vielleicht müssen wir ja auch taktisch variabel sein, um während des Spiels zu reagieren. Darauf haben wir in der Vorbereitung sehr viel Wert gelegt und großen Aufwand betrieben. Denn eines ist ja wohl klar: Diese Partie wird nicht gleich zu Beginn entschieden. Wir werden wohl auf dem Kunstrasen spielen. Entsprechend haben wir bereits bei uns auf diesem Geläuf trainiert. Was wir genau vorhaben, möchte ich jetzt natürlich nicht verraten, schließlich liest ja auch der Gegner Zeitung. Die Bilanz gegen den FFC ist, seit ich Trainer des SVW bin, perfekt. Wir haben in drei Spielen dreimal gewonnen. Der Gegner liegt uns wohl.

Frage: Wie sieht es personell aus? Können Sie im Spitzenspiel aus dem Vollen schöpfen?

Ridje Sprich stößt nach berufsbedingter Abwesenheit wieder zurück. Sonst habe ich denselben Kader wie vor Wochenfrist zur Verfügung.

Frage: Sie haben nach dem Emmendingen-Spiel ihren Abschied verkündet. Wird das Auswirkungen auf das Team haben? In der USA spricht man ja gerne von einer „lamed duck“.

Nein, da habe ich keine Angst. Die Jungs ziehen mit, die Intensität ist weiterhin da. Alle wollen, und das ist unabhängig von meiner Person, in der Tabelle oben bleiben. Auch wenn es nicht das offizielle Ziel ist, haben viele sicherlich den Aufstieg ins Visier genommen.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    1

Newsticker

blank

Umfrage

<!-- 'image.alt' is undefined -->

Bundestrainer Joachim Löw hat die Fußballnationalmannschaft verjüngt und die Spieler Müller, Boateng und Hummels ausgetauscht. Finden Sie das gut?

Ergebnis anzeigen
loading